Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

DNA überführte Uhrendieb. ENDLICH GEKLÄRT /  Elf Jahre nach Einbruchsdiebstahl bei Juwelier Kröpfl wurde der Täter verurteilt: Vier Jahre Haft zusätzlich.

Urteil. Der Ungar stand vor Richter Wolfgang Rauter vor Gericht.  |  NOEN
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EISENSTADT / Am 20. März 2000 splitterte in der Eisenstädter Fußgängerzone das Glas einer Auslagenscheibe, wenig später machte sich der Einbrecher mit Uhren im Wert von 185.000 Euro aus dem Staub.

Dabei ließ er in der Gasse zwischen der Hauptstraße und der Franziskaner Kirche einen blutigen Handschuh fallen, der ihm Jahre später zum Verhängnis werden sollte.

Am nächsten Tag ereignete sich im steirischen Hartberg ein zweiter Juweliereinbruch, die Vorgangsweise war ähnlich wie in Eisenstadt.

Der Täter schlug die Schaufensterscheibe mit einem Vorschlaghammer ein und schnitt das Sicherheitsgitter mit einem Bolzenschneider auf. Am zerbrochenen Fenster wurde eine Blutspur sichergestellt, die zu der DNA-Spur in Eisenstadt passte.

Bei drei Juweliereinbrüchen  hinterließ der Täter Spuren

 

In Feldkirch in Salzburg wurde 2003 auf wiederum ähnliche Weise ein Juweliergeschäft ausgeräumt, dabei wurde der Einbrecher in einem Auto beobachtet, das er einen Tag zuvor in Ungarn angemietet hatte.

Als der Mann, ein 48-jähriger Ungar, 2009 nach einem versuchten Einbruchsdiebstahl bei einem Juwelier in Deutschland gefasst wurde, erkannten die ermittelnden Kriminalbeamten, dass die DNA des Verdächtigen mit jener des flüchtigen Täters übereinstimmte, der nach den Einbruchsdiebstählen in Österreich gesucht wurde.

„Ich gab ein Gutachten in Auftrag, ob es wirklich eine Übereinstimmung gibt“, erklärte Richter Wolfgang Rauter, der den Ungarn in der Vorwoche als Vorsitzender eines Schöffensenats zu vier Jahren Zusatzfreiheitsstrafe verurteilte.

Aus der Haft in Deutschland war der Ungar bedingt entlassen und nach Eisenstadt gebracht worden, wo ihm vorige Woche der Prozess gemacht wurde.