Erstellt am 10. November 2010, 00:00

„Don Giovanni“ statt Opernpause. OPERNFESTSPIELE / 2011 gibt’s neben der Passion eine Mozartoper . Neuer künstlerischer Leiter ist Joachim Arnold. Bühnenbild kommt erstmals nicht von Manfred Waba.

Manfred Waba baute bisher die Bühnenbilder im Steinbruch.  |  NOEN
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VON NINA SORGER

SANKT MARGARETHEN / Die Überraschung war dieser Tage perfekt: Anstatt der erwarteten Opernpause wird im Sommer 2011 ein weiteres Mal Wolfgang Amadeus Mozart im Römersteinbruch mit „Don Giovanni“ für Unterhaltung sorgen – und zwar auf der Süd-Bühne, die bisher den Kinderopern vorbehalten war. „Es war immer ein Ziel, dass Oper und Passionsspiele gleichzeitig stattfinden, die zweite Bühne ermöglicht das jetzt. Die derzeit 1500 Sitzplätze werden auf rund 2000 erweitert“, so Edeltraud Werschlein, Sprecherin der Esterházy Privatstiftung, welche neben Intendant Wolfgang Werner als Veranstalter auftritt. Die Hauptbühne gehört 2011 den alle fünf Jahre stattfindenden Passionsspielen der Pfarre St Margarethen, für die der Steinbruch ursprünglich adaptiert wurde.

Dass sich Oper und Passionsspiele ins Gehege kommen, glaubt Werschlein nicht: „Die Opernvorstellungen finden an jenen Tagen statt, an denen die Passion nicht gespielt wird (Anm.: Die Passion findet samstags und sonntags statt). Das ist alles mit den Passionsspielen geregelt.“ Michael Schalling vom Passionsspiel-Vorstand sieht das etwas anders: „Derzeit werden die entsprechenden Änderungen im Vertrag zwischen uns und Esterházy noch geprüft, daher finde ich es etwas seltsam, wenn für kommenden Freitag schon eine Pressekonferenz angesetzt ist, bevor die Ergebnisse komplett ausverhandelt sind.“

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Waba: „Die Zauberflöte war  meine Abschiedsvorstellung“

Bei der Pressekonferenz wird aber nicht nur das neue Nebeneinander von Passion und Oper vorgestellt, sondern auch der neue künstlerische Leiter: Joachim Arnold vom Opernhaus Zürich. Er soll die Inszenierung, die Besetzung und das Bühnenbild vorstellen, das von einem Innsbrucker Bühnenbildner kommen soll.

Der bisherige Bühnenbildner Manfred Waba, der bei der „Zauberflöte“ auch Regie führte, bestätigt gegenüber der BVZ Gerüchte, wonach er die Bühne für „Don Giovanni“ nicht bauen werde: „Die ,Zauberflöte‘ war meine Abschiedsvorstellung als Bühnenbildner. Darüber bin ich natürlich sehr enttäuscht“, erklärt er und betont weiter, Genaueres noch nicht zu wissen: „Man hat mir die Funktion des Produktionsleiters angeboten.“ Im Büro von Opernfestspiel-Intendant Wolfgang Werner wollte man auf Anfrage der BVZ kein Statement abgeben und verweist auf die Präsentation.