Erstellt am 02. Juli 2014, 07:11

von Sandra Koeune

Kampf gegen Bettler. Geplante Verordnung / Konkurrierende „Bettelbanden“ sorgen für Unmut in Donnerskirchen, Gemeinde will nun gegen Bettler vorgehen.

Problem. Bettler sollen wiederholt Altmetall vom Altstoffsammelzentrum entwenden. Foto: Koeune  |  NOEN, Koeune
In größeren Städten wie Wien, Graz oder Salzburg wurde ein mögliches Bettelverbot bereits diskutiert, denkt man auch in Donnerskirchen an eine Verordnung gegen Bettler – und das aus gutem Grund, wie Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) berichtet: „Vor Kurzem kam es zu einem Polizeieinsatz, da ein paar Bettler auf einen fahrenden Traktor aufsprangen, um Gegenstände zu stehlen. Das geht zu weit und ist zudem gefährlich.“

„Müllsammelbrigaden beim Altstoffsammelzentrum“

„Das Problem mit den Bettlern eskaliert in Donnerskirchen, berichtet wird von Bettlern vor der Kirche, aber auch von Müllsammelbrigaden beim Altstoffsammelzentrum“, erklärt auch SPÖ-Obmann Elmar Rohrer.

Mezgolits präzisiert: „Verschiedene Gruppen haben sich gebildet, die um den Sperrmüll konkurrieren, dies ist ein Problem, da sie Metalle oder Holz von der Müllsammlung stehlen. Nicht genutzte Gegenstände werfen sie später einfach auf die Straße. Dies verursacht natürlich Kosten.“

„Mustergesetze an die Gegebenheiten anpassen“

Beide sind sich einig, dass man einschreiten müsse, da das Gemeinwohl gestört werde. Beim Vorgehen will die Gemeinde mit der Polizei zusammenarbeiten.

„Wir werden uns Mustergesetze anschauen und diese an die Gegebenheiten unserer Ortschaft anpassen. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei ist wichtig“, so der Bürgermeister. Eine Verordnung sei wichtig, um eine rechtliche Grundlage gegen das Betteln zu haben.