Donnerskirchen

Erstellt am 18. September 2016, 06:21

von Sigrid Janisch

Kanaldeckel löst Klage aus: Wer soll bezahlen?. Aufgestellter Kanaldeckel verursachte Schaden am Auto – wer diesen bezahlt, wird demnächst Sache des Gerichts.

Verursacher. Ein Kanaldeckel wurde einer Fahrerin zum Verhängnis. Symbolfoto: Privat  |  Privat

Eine Routinefahrt wurde für eine Dame aus Donnerskirchen zum finanziellen Problem. Sie fuhr die Bahnstraße entlang und übersah dabei einen Kanaldeckel, der sich aufgestellt hatte und beschädigte damit die Unterseite ihres Fahrzeugs. Laut dem Bericht einer Anrainerin soll sich der Deckel durch einen zuvor dort fahrenden Lkw aufgestellt haben, erzählt die Fahrerin.

Schaden von rund 4.600 Euro entstanden

„Ich bin sofort stehen geblieben und habe die Polizei verständigt. Inzwischen legte ein Gemeindearbeiter den Deckel wieder ordnungsgemäß auf“, erzählt sie. Das Auto wurde abgeschleppt und repariert. Die Kosten für die Reparatur, rund 4.600 Euro sollte die Gemeinde, die Straßen- und Wegeerhalter beziehungsweise deren Versicherung bezahlen, meint die Fahrerin.

In einem Schreiben der Anwälte der Gemeinde heißt es, dass die Lenkerin „seit Abschluss der Werkarbeiten sicherlich nicht die erste Person“ war, die die Stelle passiert habe und dass sie „die gehörige Sorgfalt beim Fahren ihres Pkws außer Acht gelassen und den vertikal stehenden Kanaldeckel schlichtweg übersehen“ hat. Dieser sei problemlos sichtbar gewesen, der Verkehrsunfall sei daher auf ihre Unachtsamkeit zurückzuführen, heißt es weiter. Die Fahrerin reichte Klage beim Bezirksgericht ein.

„Wir haben einerseits nicht die finanziellen Mittel, um diese Summe einfach zu bezahlen. Außerdem ist das bei uns der erste derartige Fall. Deshalb muss er auch vom Bezirksgericht ordentlich abgeklärt werden, damit wir auch für die Zukunft eine Richtlinie haben,“ so Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP). Der Fall wird voraussichtlich am 2. November verhandelt.