Erstellt am 26. November 2014, 09:36

von Sandra Koeune

Martinschlössl: Der Bau zum Genuss. Die Bauarbeiten der Genuss-Akademie sind im vollen Gang. Im Mai 2015 soll der laufende Betrieb des Hauses starten.

Bereit. Christian Zechmeister, Landesrat Andreas Liegenfeld und Bürgermeister Johannes Mezgolits freuen sich auf die GenussAkademie. Foto: Koeune  |  NOEN, Koeune
Das „Burgenländische Agrar- und Genussmarketing“, kurz Genuss Burgenland, revitalisiert zurzeit das Martinschlössl in Donnerskirchen. Im Frühjahr 2015 soll der laufende Betrieb des Hauses starten.

Bereits im Februar 2014 hat Genuss Burgenland mit den Besitzern des Martinschlössl, einer Genossenschaft von 50 Mitgliedern, einen Pachtvertrag für 30 Jahre unterschrieben.

„Für die Pacht werden wir rund 1.600 Euro im Monat zahlen, dies ist sehr günstig“, erklärt Landesrat Andreas Liegenfeld.

Estrich ab Dezember: Zeitplan wird genau eingehalten

„Wir liegen mit dem Bau im Plan. Bereits Anfang Dezember wollen wir den Bau trocken haben und den Estrich verlegen“, erklärt Wein Burgenland Geschäftsführer Christian Zechmeister. Gefördert wird das Projekt durch den „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“, kurz ELER.

Die Kosten für die Sanierung des Martinschlössls werden sich auf 2,8 Millionen belaufen. „Die Förderung über eine Million Euro haben wir schon zugesagt bekommen, eine Förderungsaufstockung in Höhe von 1,8 Millionen haben wir wegen höherer Kosten beauftragt“, erklärt Maria Busch, Mitarbeiterin von Genuss Burgenland.

„Alles vom Würstel bis zum Vier-Gänge-Menü“

Einerseits werden in der Genuss-Akademie die Büroräume von Genuss Burgenland entstehen, andererseits werden Seminarräume und eine Weinkapelle Platz für Weiterbildungskurse im Bereich Kulinarik, Kochkurse mit Themenschwerpunkten, Sensorik–Schulungen und anschauliche Kurse für Kinder bieten.

„Das Gastronomiekonzept wollen wir bis März fertig haben, mit mobilen Küchenblöcken wollen wir flexibel sein und vom Würstel bis zum Vier-Gänge-Menü alles anbieten können“, meint Liegenfeld.

„Geplant sind Seminare für Fachleute und Endverbraucher. Wichtig ist uns die Einbindung regionaler Produkte um ein Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Lebensweise zu schaffen. So wird etwa ein Seminar mit Wolfgang Ban stattfinden, bei dem die amerikanische Küche mit regionalen Produkten nähergebracht werden soll“, meint Zechmeister.