Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:12

von Werner Müllner

Drei Busse für die City. Ab Herbst 2016 werden drei Busse in der Stadt kreisen. Ziel ist es, den Verkehr einzudämmen und Mobilität zu schaffen.

Busnetz. Baudirektor Wolfgang Leinner, Bürgermeister Thomas Steiner und Werner Fleischhacker präsentierten das Projekt. Ausgearbeitet wurde es von der Eisenstädter Firma EBE Solutions. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
Eisenstadt bekommt ein Bussystem. Mit drei Linien sollen die Kleinbusse erstmals im Herbst 2016 unterwegs sein. Die Kosten werden 200.000 bis 250.000 Euro pro Jahr betragen.

Überschneidungen sollen Umstiege erleichtern

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Ziel ist es, die innerörtliche Erreichbarkeit zu verbessern. Das bestehende City-Taxi-System soll dabei aber keineswegs ersetzt, sondern ergänzt werden.

„Der Stadtbus soll mit drei Linien geführt werden, die Wohngebiete mit Ämtern, Behörden, Einkaufsmöglichkeiten und Betrieben vernetzen. In der Innenstadt sollen sich die Buslinien an bestimmten Punkten überschneiden, um Umstiegsmöglichkeiten zu bieten“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) das Konzept.

Die Länge der Buslinien beträgt zwischen 7,5 und 10 Kilometer und die Fahrzeiten werden sich auf rund 20 bis 25 Minuten belaufen.

SP-Stadtvize sieht Projekt nur als Kosmetik

Die Ergebnisse einer Erhebung des Mobilitätsverhaltens der Eisenstädter im Zuge der Ausarbeitung des Stadtentwicklungsplans zeigen einen deutlichen Überhang des motorisierten Individualverkehrs: Mehr als die Hälfte aller Wege innerhalb Eisenstadts werden als Lenker eines Pkw, Motorrads oder Mopeds zurückgelegt, weitere 13 Prozent als Mitfahrer (inkl. City-Taxi) – Tendenz steigend.

Yasmin Dragschitz (Grüne): „Es war ein klares Anliegen der Bevölkerung, dass dieser Bus kommt, und ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass das Angebot angenommen wird. Wichtig ist, dass der Stadtbus attraktive Routen fährt und auch das Preis-Leistungsverhältnis passt.“

Géza Molnár (FPÖ): „Es ist schön, dass die ÖVP nach einer halben Ewigkeit die Vorstöße der Opposition für einen Stadtbus aufgegriffen hat. Wir werden den Grundsatzbeschluss im Gemeinderat mittragen und das Projekt wohlwollend begleiten.“ Günter Kovacs (SPÖ) sieht das Projekt nur als Kosmetik: „Das wird den Verkehr nicht entlasten und es ist auch nicht gelungen, die Nachbargemeinden einzubinden.“

Ein erster Kurzbericht fand sich am Freitag auf BVZ.at: