Erstellt am 03. Juni 2015, 06:45

von Werner Müllner

Drei Verhandler für Regierung. Die Parteichefs rätseln noch über die Ursachen des Wahlausgangs.

Die Landtagswahlen sind geschlagen. Die SPÖ, jene Partei mit den meisten Stimmen, wird mit den möglichen Koalitionspartnern Verhandlungen aufnehmen. Aus dem Bezirk sind Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Landes-Vize Franz Steindl und SPÖ-Manager Robert Hergovich dabei.

Mehr über die geplanten Gespräche finden Sie hier:



Für die nach wie vor größte Partei im Bezirk erklärt SPÖ-Bezirksobmann Gerhard Steier, der ein Minus von 6,78 Prozent hinnehmen musste: „Keine Frage, das Wahlergebnis stimmt mich traurig. Das Wahlergebnis ist definitiv ein Auftrag, sich mit den wahren Problemen wie Arbeit und Sicherheit zu beschäftigen.“

Er erklärt weiter: „Diese Themen werden von Leuten für sich reklamiert, die zwar keine Lösung haben, denen aber scheinbar Glauben geschenkt wird.“



Die ÖVP hat es bei den Verlusten ein bisschen weniger erwischt als die SPÖ, aber auch sie musste im Bezirk 3,93 Prozent abgeben.

Glücklich ist Bezirksobmann Franz Steindl über das Ergebnis nicht: „Wir liegen im Bezirk ein bisschen besser als der Landesdurchschnitt mit einem Minus von 5,54 Prozent ist.“



Außerdem ist es für ihn eine Genugtuung, dass das ÖVP-Minus deutlich unter dem der SPÖ liegt. ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Christoph Zarits ergänzt: „Zufrieden kann man nicht sein, wenn man ein Minus vor dem Ergebnis hat, aber überall, wo wir Kandidaten hatten, konnten wir es abschwächen.“

Plus-Ergebnisse wie in Schützen und Stotzing findet er „unpackbar“ und erklärt weiter: „Grundsätzlich bin ich stolz, dass wir auf Bezirksebene weniger verloren als im Landesschnitt.“

Petrik hofft auf „keinen weiteren Rechtsruck“

Für die Grünen meint Regina Petrik: „Ich bin hochzufrieden mit den erreichten zwei Mandaten im Land, das Wahlziel von drei Mandaten war ein hochgestecktes.“

Wie sich die künftige Regierung zusammensetzen soll, dazu sagt sie nicht viel: „Das müssen sich die Großen untereinander ausmachen. Das Einzige, das ich hoffe, ist, dass es hoffentlich zu keinem weiteren Rechtsruck kommt.“



Wie es momentan ausschaut, so erklärt sie, werde sie mit ihrem Kollegen Spitzmüller im Landtag voraussichtlich in der Oppositionsrolle auftreten.

Für die FPÖ – die in jeder Gemeinde zulegen konnte – erklärt Geza Molnár: „Das Bezirksergebnis geht in Ordnung.“

Für die kommende Regierung hat der FPÖ-Bezirksobmann allerdings keine Präferenzen: „Es ist spannend – und es stärkt auch unsere Position – dass die SPÖ nicht mehr alleine regieren kann.“