Erstellt am 20. Juli 2011, 00:00

E-Cube: Kritik im Rechnungsausschuss. BAU / Vorsitzender Mikats (SPÖ) kritisiert, dass nicht der Bestbieter genommen wurde. Im Rathaus sieht man dies anders.

Plan. Der E-Cube wird in der Nähe der HTL in Eisenstadt errichtet. Der Prüfungsauschuss nahm die Vergabe des Projektes genau unter die Lupe. Kritisiert wird, das nicht der Billigstbieter zum Zug gekommen ist.  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Gemeinderat Richard Mikats (SPÖ), meint, dass nicht der Bestbieter (sic) den Zuschlag zum Bau der Veranstaltungshalle E-Cube erhalten hat. Für Mikats liegt die Vermutung nahe, dass die Rathaus-ÖVP einem Parteikollegen aus Hornstein den Auftrag für den E-Cube zukommen lassen wollte. Mikats: Seine Offert-Eröffnung ergab eine Kostenschätzung in einer Gesamthöhe von 736.075,80 Euro. Damit war das das teuerste der vier eingereichten Projekte. Auch mit einem Quadratmeterpreis von 940 Euro lag diese Firma nur auf dem dritten Platz. Begründet wurde die Vergabe laut SPÖ damit, dass dieses Projekt auch in einem reduzierten Umfang ohne Qualitäts- und Funktionsverlust errichtet werden könne. So wurden die Errichtungskosten von ursprünglich 736.000 Euro auf eine halbe Million Euro netto gesenkt.

Bestbieter und nicht der  Billigstbieter kam zum Zug

Nach Ansicht der SPÖ hätte zumindest noch mit einem oder zwei anderen Bietern über eine Verkleinerung ihrer Projekte verhandelt werden müssen, bevor man den Auftrag endgültig vergab. Dies geschah unseres Wissens nach nicht, erklärt Gemeinderat Richard Mikats weiter. Von Seiten der Gemeinde sieht man diese natürlich anders. Auf die Frage, warum der Auftrag an Baumeister Breser vergeben wurde, erklärt Bauexperte Wolfgang Leinner: Das Projekt wurde von der Idee und der künftigen Nutzung als das beste Projekt angesehen. Weiters kann das Projekt auf Grund seiner intelligenten Planung auch in einem reduzierten Umfang ohne Qualitäts- und Funktionsverlust errichtet werden. Der Auftrag wurde nicht an den Billigst-, sondern an den Bestbieter vergeben, erklärt man weiters aus dem Rathaus.