Erstellt am 01. Juni 2011, 07:23

E-Cube nun abgesegnet. GEMEINDERAT / Gemeinderat beschloss Bau einer Veranstalt-ungshalle in der Nähe der HTL, Eröffnung im kommenden Jahr.

VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Die Zeit der Worte ist vorbei, die Jugend bekommt ihrer Veranstaltungshalle, E-Cube, Jugendzentrum oder wie auch immer man es nennen will. Denn um die Bezeichnung der Halle, die Montagabend im Gemeinderat mit den Stimmen der ÖVP und der Grünen beschlossen wurde, wurde heiß diskutiert. Wie auch immer – die Halle, die bei der HTL in der Nähe des Skaterplatzes errichtet wird, wird E-Cube heißen.

Einen Veranstaltungssaal, Proberäume und einen offenen Raum für Jugendliche bieten. Die FPÖ, die gegen das Projekt stimmte, brachte als Argumente unter anderem ein, dass völlig unklar sei, was das Projekt im laufenden Betrieb kosten wird. FPÖ-Obmann Géza Molnár: „Genauso wie Frei- und Hallenbad wird es wohl keine Gewinne abwerfen.“ Die FPÖ räumte jedoch ein, dass sie gegen die Errichtung eines klassischen Jugendzentrums nichts gehabt hätten.

„Jugendarbeit steckt in  den Kinderschuhen“

ÖVP Gemeinderat Istvan Deli erklärte, warum die ÖVP für das Projekt ist: „Das alte Jugendzentrum war nicht immer so toll, wie es jetzt dargestellt wird. Nun haben wir uns für diesen Weg entschieden.“ SPÖ-Vizebürgermeister Günter Kovacs störte die Auftragsvergabe und stellte die Frage in den Raum, ob es ein Vorab- Briefing für Baumeister Bernhard Breser gegeben hätte. Der Anlass für die Spekulation dürfte sein, dass Breser in seiner Heimatgemeinde Hornstein bei der ÖVP aktiv ist.

Auf den Punkt brachte es bei dieser Sitzung Grün-Gemeinderätin Yasmin Dragschitz, die versuchte zwischen den Befürwortern und Gegnern zu vermitteln: „Wir sind uns wohl einig, dass die Jugendarbeit in Eisenstadt in den Kinderschuhen steckt. Die Hauptzielgruppe für dieses Projekt ist die Jugend und das ist der Grund, warum wir uns für den E-Cube stark machen.“