Erstellt am 04. September 2013, 00:00

E-Räder vor Aus?. Vandalenakte / Geschäftsführer von „Eisenstadt e-mobilisiert gmbh“ gehen davon aus, dass Pilotprojekt im Frühjahr in Echtbetrieb geht.

Demoliert. Eine vierköpfige Jugendbande wird für Vandalenakte an den E-Bikes verantwortlich gemacht. Werner Fleischhacker zeigt eines der mutwillig beschädigten Elektrofahrräder. Momentan stehen der »Eisenstadt e-mobilisiert gmbh« sieben Räder für sechs Stationen zur Verfügung.  |  NOEN
Von Doris Fischer

EISENSTADT / Eigentlich hätte schon am 24. Juni der Vollbetrieb der Elektroräder aufgenommen werden sollen – ab da wäre der Verleih der E-Bikes kostenpflichtig gewesen. Daraus wurde nun nichts. Ein neuer Anlauf wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 unternommen.

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„Extreme Vandalenakte seit Mai haben uns zu diesem Schritt gezwungen“, meinen die beiden Geschäftsführer der Trägergesellschaft „Eisenstadt e-mobilisiert gmbh“, Werner Fleischhacker und Anton Gartner unisono. Die Elektroräder seien mit roher Gewalt aus den Ladestationen gerissen worden, so Gartner.

„Am Bahnhof Müllendorf wurden zwei kaputte Räder und in Hornstein eines gefunden“, berichtet Fleischhacker. Nun seien elf Räder zur Reparatur beim Hersteller in Deutschland.

Ohne Polizei-Aktivität werden keine neuen E-Bikes aufgestellt

„Pro Rad wird es uns zwischen 500 und 700 Euro kosten“, ist sich Fleischhacker sicher. Derzeit sind die sechs Verleihstationen in Eisenstadt geschlossen.

„Solange von der Polizei nichts gegen die jugendlichen Vandalen unternommen wird, werden keine neuen E-Bikes aufgestellt“, lassen die beiden wissen, denn die Sachbeschädiger im Alter zwischen 14 und 18 Jahren sind der Polizei bekannt. Von der Polizei heißt es dazu: „Die Anzeigen sind gelegt und an die Staatsanwaltschaft übermittelt.“

Kinderkrankheiten sorgten für Verschiebung

Schon im Vorfeld gab es immer wieder Probleme, die zur Verschiebung des Vollbetriebs führten: Ladeprobleme der Akkus, Leistungsabfall und die erste Generation der Räder wurde getauscht. „Das waren Kinderkrankheiten“, meint Gartner.

Und auf die Frage, ob das Projekt am Vandalismus scheitern kann, meinten Gartner und Fleischhacker: „Davon gehen wir nicht aus.“