Erstellt am 15. April 2016, 09:41

von NÖN Redaktion

Ein Abend mit Peter Pongratz. Zu einem besonderen Abend luden am Donnerstag, dem 14. April das Burgenländische Volksbildungswerk und die Stadtgemeinde im Rahmen der gemeinsamen Bildungsreihe ins Pongratz-Haus.

LR Helmut Bieler, Bürgermeister Thomas Steiner, VBW-Geschäftsführerin Judith Tscheppe und 1. Vizebürgermeister Josef Mayer begrüßten Peter Pongratz und seine Gattin Elisabeth im Pongratz-Haus.  |  NOEN, Stadtgemeinde Eisenstadt
Namensgeber Peter Pongratz sprach über seine Jugend in der burgenländischen Landeshauptstadt und sein künstlerisches Schaffen in Graz, Wien sowie seiner Sommerresidenz in Dalmatien.

Der bekannte österreichische Maler Peter Pongratz wurde in Eisenstadt geboren und verbrachte die ersten Jahre seines Lebens sowie die Sommerferien seiner Schulzeit in Eisenstadt. In einem ebenso launigen wie interessanten Vortrag gab der Maler gestern Einblick in seine verschiedenen Schaffensperioden.

Der „Abend mit Peter Pongratz“ wurde für einige der zahlreichen Gäste zu einem Wiedersehen mit einem alten Freund, Spielkameraden und Nachbarn. Gemeinsam wurde über alte Zeiten geplaudert und gelacht. In besonders guter Erinnerung hatte Peter Pongratz den Schlosspark, wo er beinahe jeden schönen Ferientag mit Baden im Maschinenteich bzw. dem späteren Freibad verbrachte.

Zur Person Peter Pongratz

Peter Pongratz ist Maler, Bühnenbilder und Jazz-Drummer. Er wurde am 22. Mai 1940 in Eisenstadt geboren und ist in Graz aufgewachsen. Pongratz studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der Hochschule der bildenden Künste Berlin und war von 1966 bis 1970 Assistent bei Max Weiler in Wien. Pongratz war am Beginn seines künstlerischen Schaffens beim Forum Stadtpark in Graz, und in Zusammenarbeit mit Schriftstellern wie Wolfgang Bauer, Peter Handke und Gerhard Roth. Diese Verbindung zur Literaturszene zieht sich durch seine ganze Schaffenszeit.

Anlässlich seines 75. Geburtstages widmete ihm das Essl Museum im vergangenen Jahr eine große Retrospektive mit allen Werken der bisherigen Schaffensphasen und auch neuen, bisher noch nicht gezeigten Arbeiten. Die Ausstellung zeigte Werkserien des Künstlers von frühen, phantastisch anmutenden Landschaften über die Auseinandersetzung mit ozeanischer Kunst bis zu neuen, figurativ-abstrakten Arbeiten direkt aus dem Atelier des Künstlers.

Bildungsreihe wird heuer fortgesetzt

Die Bildungsreihe wurde 2015 anlässlich des Jubiläumsjahres „90 Jahre Landeshauptstadt“ ins Leben gerufen. Auf Grund des hohen Zuspruchs wird sie heuer fortgesetzt.

„In Kooperation mit dem Burgenländischen Volksbildungswerk konnten wir auch heuer ein Programm mit vier interessanten Vorträgen erarbeiten. Der Bogen spannt sich dabei von Kunst und Kultur zu Architektur und Geschichte“, freut sich Bürgermeister Mag. Thomas Steiner auf die Vortragsreihe.

An verschiedenen Schauplätzen wird es wieder thematisch passende Vorträge geben. „Die Veranstaltungsreihe soll die Gelegenheit geben, die Stadt und ihre Geschichte sowie die vielen – teils noch verborgenen – Facetten besser kennen und verstehen zu lernen“, ist Mag. Judith Tscheppe vom Burgenländischen Volksbildungswerk überzeugt, eine ebenso informative wie unterhaltsame Fortsetzung der Bildungsreihe ausgearbeitet zu haben.

Weitere der Termine der Bildungsreihe

Donnerstag, 9. Juni, 18 Uhr – Treffpunkt Eingangsbereich Schloss Esterházy. DI Stefan Tenhalter „The Good, the Bad and the Ugly – Architektur im Spiegel unserer Gesellschaft”

DI Stefan Tenhalter wird zuerst einen Stadtrundgang zum Thema des Abends mit den Teilnehmern machen und im Anschluss (ca. 19.30 Uhr) einen Vortrag in den Räumlichkeiten des Burgenländischen Volksbildungswerkes halten. Dabei werden aktuelle und historische architektonische Entscheidungen ebenso behandelt, wie über die Eindrücke des Stadtrundgangs gesprochen.

Donnerstag, 15. September, 19 Uhr – Orgelbauerhaus
Im Gespräch mit Mag. Robert Müntz mit anschließender Präsentation des Hornwerks

Die langjährige Ö1-Journalistin Christl Reiss spricht mit Apotheker Mag. Robert Müntz über seine zahlreichen Tätigkeitsfelder. Neben seiner Arbeit als Apotheker und Forscher ist er auch der Erbauer des größten österreichischen Hornwerks – einem mittelalterlichen orgelähnlichen Instrument.

Donnerstag, 17. November, 19 Uhr – Haus der Begegnung
Dr. Otto Osztovits „Das Leben des Heiligen Martin“

Dr. Otto Osztovits, der Obmann des Vereins Collegium Sancti Martini, referiert über das Leben des Heiligen Martins. Der aus Unterwart stammende Heimatforscher beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Wirken des burgenländischen Landespatrons und hat so ein umfangreiches Fachwissen angesammelt.