Erstellt am 09. Oktober 2013, 08:50

Ein Frauen-Haus. Eisenstadt | Vier von den neun Führungsjobs sind mit Frauen besetzt. Ein Frauenanteil, der in der Verwaltung noch nie erreicht wurde.

Hahn im Korb. Ingrid Schwarz, Heike Kroemer, Karin Mad und Gerda Török (v.l.) schupften - mit 231 weiteren Kollegen - und Bürgermeister Thomas Steiner das Rathaus. Foto: Stadtgemeinde  |  NOEN, Stadtgemeinde
Rathaus-Team | Waren die Spitzenpositionen in der Stadtverwaltung bis vor kurzem noch ausschließlich Männern vorbehalten, hat sich seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Thomas Steiner vieles geändert: „Ich bin froh darüber, innerhalb von nur zwei Jahren – teilweise gegen den Widerstand der anderen Parteien – vier Frauen in die ‚Chefetage‘ der Stadt geholt zu haben.“

Es sind durchwegs bestens qualifizierte, hoch motivierte und sozial kompetente Mitarbeiterinnen, die einen neuen Stil der Verwaltung verkörpern.

Török machte den Anfang

Anfang des Jahres wurde Gerda Török zur Magistratsdirektorin bestellt. Sie ist damit die erste Frau in der Geschichte der Landeshauptstadt, die die Aufgabe als beamtete Chefin aller 235 Mitarbeiter der Stadtgemeinde wahrnimmt.

Leiterin des Geschäftsbereiches Recht ist Karin Mad, den Geschäftsbereich Bürgermanagement (Standesamt, Melde-, Pass- und Fundwesen) leitet Ingrid Schwarz und für den Geschäftsbereich Marketing und Innovation zeichnet Heike Kroemer verantwortlich.

Neue und positive Akzente gesetzt

„Abgesehen von ihrer besonderen fachlichen Qualifikation, haben alle vier neue und positive Akzente in die Arbeitsweise unserer Verwaltung gebracht“, so Steiner. Von den 235 Dienststellen – aufgeteilt auf Rathaus, Wirtschaftsbetriebe, Kinderbetreuung und Schulen – sind 132 (56,2 Prozent) mit Frauen besetzt und 103 mit Männern.

Den Löwenanteil nehmen die Bereiche Kinderbetreuung und Schulen ein: 89 Frauen (95,7 Prozent) haben hier einen Job gefunden. Aber auch die Kernverwaltung ist weiblich, von den 67 Beschäftigten arbeiten hier 36 Frauen (53,7 Prozent). Lediglich in den Wirtschaftsbetrieben sind die Frauen in der Minderheit: Sieben weibliche Mitarbeiter (9,3 Prozent) stehen 65 Männern gegenüber.