Erstellt am 17. Dezember 2015, 08:48

von Sigrid Janisch

Ein Jahr Umfahrung. Die Eröffnung der Umfahrung von Schützen liegt nun schon ein Jahr zurück. Zeit für eine Bilanz.

Der Verein »Schützen schützen« bedankte sich bei der offiziellen Eröffnung für die Umfahrung  |  NOEN, Sorger
Vor einem Jahr wurde die viel umstrittene Umfahrung der B50 eröffnet. Die politische Führung zieht hier eine sehr unterschiedliche Bilanz.

Bürgermeister Roman Zehetbauer sieht das vergangene Jahr durchaus positiv. „Die Ortsdurchfahrt ist auf jeden Fall massivst entlastet. Andererseits habe ich noch keine Beschwerden der Anrainer aus dem nördlichen Teil erhalten. Also dürfte der dortige Erdwall wirken. Die allgemeine Gesprächsbasis im Dorf wird auch wieder besser. Wie es in den Familien ist, weiß ich nicht genau.“

Auch Thomas Feiler (SPÖ) sieht das vergangene Jahr positiv. „Der Lärm ist auf jeden Fall geringer. Ich wohne selbst an der ehemaligen B50 und abends kann man dort jetzt Ball spielen. Die Stimmung in der Ortschaft ist auch gut. Zumindest höre ich von den Gegnern nichts mehr.“, meint Feiler.

x  |  NOEN, Janisch


Bibiane Watzek vom Unabhängigen Bürgerforum (uBf) sieht das nach wie vor anders: „Es ist schon ruhiger, aber für mich ist das immer noch eine Katastrophe für Natur und Bevölkerung. Eine andere Lösung, eine eingebettete Straße oder den öffentlichen Verkehr auszubauen, wäre besser gewesen. Unser Naherholungsgebiet ist zerstört. Und die Eskalationen bei Familienstreitereien wären vielleicht verhindert worden.“

Hans-Jörg Kos vom Verein „Schützen schützen“ ist auch zufrieden. „Unsere Erwartungen wurden übererfüllt. Man kann die Straße ohne Angst überqueren, auf den Friedhof oder in die Kirche gehen und sich mit den Nachbarn gegenüber unterhalten. Auch die Stimmung im Dorf bessert sich. Hier hatte vor allem der Bürgermeister einen beruhigenden Einfluss. Auffallend ist nur, dass viele mit Neusiedler Kennzeichen durchfahren, die hier sicher kein Ziel haben.“