Erstellt am 24. April 2013, 16:30

Ein Toter bei Explosion in Eisenstadt. Eine Explosion im Garten eines Grundstücks in Eisenstadt hat am Donnerstagnachmittag ein Todesopfer gefordert.

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Ein 47-jähriger Mann erlitt dabei laut Polizei und Landessicherheitszentrale (LSZ) schwere Verletzungen, denen er an Ort und Stelle erlag. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, auch Kräfte der Feuerwehr und des Roten Kreuzes waren im Einsatz.



"Um 15.30 ist die Polizei aus Eisenstadt alarmiert worden, dass es in der Rusterstraße zu einer Explosion gekommen ist", so Polizei-Sprecher Michael Takacs. Dabei soll nach bisherigen Informationen der 47-Jährige schwer verletzt worden sein.

"Als die Polizei eingetroffen ist, war bereits der Notarzt und die Rettung vor Ort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die leider erfolglos waren. Der Mann ist noch an der Unfallstelle oder am Tatort gestorben", berichtete Takacs. Neben dem ums Leben gekommenen Mann habe es einen Brandherd gegeben: "Augenscheinlich wurde hier Unrat verbrannt und dabei ist es zur Explosion gekommen."

Da man die Unfallursache vorerst nicht genau feststellen konnte, seien das Landeskriminalamt Burgenland sowie zur Unterstützung auch Brandermittlungstechniker des Bundeskriminalamts angefordert worden. Auch ein Brandmittelspürhund soll eingesetzt werden.

Die Tatortgruppe habe bereits die Arbeit aufgenommen und sichere den Tatort so lange, bis man die Ursache der Explosion kenne, schilderte der Polizei-Sprecher. "Das Glück für die Umgebung war, dass der Garten, wo das verbrannt wurde, umzäunt ist mit einer circa drei Meter hohen Mauer. Somit hat es keine Verletzungen Unbeteiligter gegeben", meinte er.

Mit einem Ergebnis der Brandursachenforschung rechne man nicht vor Freitag früh, so Takacs. Die Frau des Verstorbenen, die ihren Mann nach der Explosion im Garten fand, wird von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Die Stadtfeuerwehr Eisenstadt rückte nach dem Alarm mit einem Tanklöschfahrzeug und einem Kommandofahrzeug sowie zwölf Einsatzkräften aus. Als die Feuerwehrleute eintrafen, nahmen sie einen leichten Glimmbrand wahr. "Den haben wir soweit gelöscht, dass man keine Spuren beseitigt", sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Reinhold Hübner.

"Es hat nur mehr geglost", berichtete Hübner. Feuerwehrleute blieben vorerst an Ort und Stelle. "Wir warten jetzt, bis die Polizei fertig ist mit der Spurensicherung", schilderte Hübner.

Aufregung im Nachbarwohnblock

Nachbarn bemerkten vor dem Knall dunklen Qualm: "Ich habe beim Fenster rausgesehen und schwarzen Rauch bemerkt. Danach knallte es und weißer Rauch stieg auf", schilderte Paul Maurer aus dem Nachbarwohnblock: "Es hat sich angehört, als ob es einen Autoreifen zerrissen hat."

Im Hof spielende Kinder hätten sich erschrocken, "aber auch wir Erwachsenen". "Ich war früher selbst Feuerwehrmann, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte Maurer.