Erstellt am 09. Januar 2016, 03:38

von Nina Sorger

Einspruch: Anwalt gegen Wind. Leithaprodersdorf und Loretto haben Anwalt beauftragt, der Wende im Kampf gegen Windräder bringen soll.

 |  NOEN, privat
Eigentlich schien der Kampf gegen die sechs Windräder, die der niederösterreichische Energieanbieter EVN im benachbarten Au errichten will, für Leithaprodersdorf und Loretto verloren.

Der Umweltverträglichkeitsprüfung, bei der Leithaprodersdorf Einspruch erhoben hatte, weil die Gemeinde trotz Parteienstellung nicht über die Einleitung der UVP informiert worden war, wurde ein positives Ergebnis beschieden.

„Landesregierung hat Gemeinde nicht gefragt oder informiert.“

Die Windkraftanlagen dürfen gebaut werden. Dennoch will man nicht aufgeben. „Wir wollen daher alle Mittel ausschöpfen“, so Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP).

Nun hat die Gemeinde gemeinsam mit Loretto den auf Umweltrecht und Umweltmediation spezialisierten Anwalt Heinrich Vana beauftragt, Beschwerde gegen den Bescheid der niederösterreichischen Landesregierung einzulegen.

„Obwohl bei Projekten, die zwei Bundesländer betreffen, ein Einvernehmen zwischen den Ländern nicht mehr gesetzlich vorschrieben ist, geht man beim Umweltministerium davon aus“, so Vana: „Die niederösterreichische Landesregierung hat die burgenländischen Gemeinde nicht gefragt oder informiert. Dagegen habe ich Beschwerde eingelegt. In weiterer Folge wird das Bundesverwaltungsgericht darüber entscheiden.“

Vana verweist auf einen ähnlichen Fall, der derzeit verhandelt wird, und hofft auf eine Entscheidung in etwa sechs Monaten.