Eisenstadt

Erstellt am 10. Januar 2018, 06:17

von Doris Fischer

14-Jährige nach Silvesterparty auf Intensivstation. Rund um die Silvesterparty in der Orangerie wurden sieben Jugendliche mit Verdacht auf Alkoholvergiftung eingeliefert.

Symbolbild  |  wavebreakmedia/Shutterstock.com

Der rauschende Jahreswechsel endete für sieben Jugendliche, die bei der Orangerie feierten, im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. „Zu einem erhöhten Einsatzaufkommen ist es in der Nacht von 31. Dezember auf 1. Jänner 2018 gekommen. Es wurden sieben Personen mit Verdacht auf erhöhten Alkoholkonsum rund um das Schloss Esterházy und der Orangerie ins Krankenhaus Eisenstadt transportiert“, heißt es vonseiten des Roten Kreuzes.

 

„Meine Mitarbeiter und ich können uns nicht erinnern, dass es so gravierende Fälle wie an diesem Silvester gegeben hat.“Primar Hans-Peter Wagentristl

Die Sieben landeten in der Kinder- und Jugendabteilung des Krankenhauses. Laut Auskunft des Krankenhauses hatten die Jugendlichen zwischen zwei und drei Promille Alkohol im Blut. „Ein trauriger Höhepunkt“, stellt der Leiter der Kinder- und Jugendabteilung, Primar Hans-Peter Wagentristl fest und ergänzt: „Meine Mitarbeiter und ich können uns nicht erinnern, dass es so gravierende Fälle wie an diesem Silvester gegeben hat.“

Immerhin war, so Wagentristl, der jüngste Patient erst 14 Jahre alt. „Bei einem Patienten war der Zustand so kritisch, dass er auf die Intensivstation verlegt werden musste“, berichtet der Abteilungsleiter.

Ein Jugendlicher war extrem unterkühlt. Er hatte nur noch 33 Grad Körpertemperatur. „Zum Glück haben die sieben Jugendlichen keine gravierenden Folgen davongetragen“, meint Wagentristl, der sich schon vor dem Faschingsdienstag fürchtet, wo ebenfalls immer einige Jugendliche bei ihm landen.

Verein sieht für Verbesserungsmöglichkeiten kaum Spielraum

Vonseiten der Veranstalter weiß man von zwei Rotkreuz-Einsätzen. Gleichzeitig verweist der Veranstaltungsverein darauf hin, dass bereits im Vorfeld darauf hingewiesen wurde, dass die Veranstaltung auf Jugendliche ab 16 Jahre ausgerichtet ist.

Für Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Verein kaum einen Spielraum: „Die erste Kontrolle passierte schon beim Zutritt. Dabei achtete die Security auf gefährliche Gegenstände. Beim Eingang gab es eine Ausweiskontrolle. Dabei gab es Bänder für Unter-18-Jährige und 18-Jährige. Und wer zu stark alkoholisiert war, wurde nicht hineingelassen.“

Es muss auch nicht sein, dass sich die Jugendlichen allen Alkohol bei der Veranstaltung besorgt haben: Oft ist es so, dass die Jugendlichen „vorglühen“ und unter anderem Hochprozentiges noch vor der Veranstaltung konsumieren.