Erstellt am 20. Mai 2015, 07:42

von NÖN Redaktion

Aufregung um Anzeige für Pannonische Tafel. 950 Euro sollte „Tafel“-Chefin Andrea Roschek an die Gemeinde zahlen, Bürgermeister Steiner: „Strafverfügung hinfällig“.

Lösung gefunden. Andrea Roschek und Thomas Steiner. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner

Die Aufregung war groß: Am vergangenen Mittwoch erhielt Andrea Roschek von der Pannonischen Tafel ein Schreiben von der Gemeinde.

Aufgrund eines Vergehens – die Ausspeisung der Tafel entspricht nicht den allgemeinen Hygienevorschriften – soll Andrea Roschek binnen 14 Tagen 950 Euro zahlen oder 59 Stunden Ersatzfreiheitsstrafe abbüßen.

Lösung versprochen: Proteste im Netz

Die Aufregung war groß, in den sozialen Netzwerken des Internets wurde heftig protestiert. Die Verantwortlichen der Pannonischen Tafel regten sich vor allem deswegen so auf, weil es vor kurzem ein Gespräch mit Bürgermeister Thomas Steiner gegeben hatte, in dem man besprochen hatte, gemeinsam Weg zur Lösung aller Probleme rund um die Tafel zu suchen.

Bürgermeister Steiner erfuhr selbst aus dem Internet von der Anzeige: „Im konkreten Fall wurde die Strafverfügung von einer Mitarbeiterin des Magistrates erlassen, ohne mit mir Rücksprache zu halten. Die Unterschriftsermächtigung habe ich ihr entzogen, weil ich der Auffassung bin, dass sie inhaltlich weit übers Ziel geschossen hat, zumal die Tafel ja derzeit geschlossen ist. Aus diesem Grund hätte eine Ermahnung ohne Verhängung einer Strafe ausgereicht. Ich habe daher veranlasst, dass die Strafverfügung als hinfällig betrachtet werden kann.“

„Ich danke dem Bürgermeister für seine klaren Worte, die bei mir wirklich sehr ehrlich ankamen. Ich glaub’s Ihnen jetzt mal…“, ist auch Andrea Roschek mit der raschen Lösung des Problems zufrieden.