Erstellt am 25. Juni 2015, 07:01

von Doris Fischer

Disput ums Essen im Turnsaal. Die Verköstigung der Flüchtlinge im Turnsaal der Landespolizeidirektion sorgt nach wie vor für Diskussionen.

Verpflegung. Wurst für die Asylsuchenden. Foto: Pannonische Tafel Eisenstadt  |  NOEN, Pannonische Tafel Eisenstadt
Ein Hilferuf aus dem Turnsaal der Bundespolizei – hier sind bis zu 40 Asylsuchende untergebracht – ereilte vor Kurzem Andrea Roschek, Obfrau der Pannonischen Tafel. „Das Essen hat nicht gepasst“, stellt Andrea Roschek fest. Das Essen sei für die Männer schwer verdaulich oder mit Schweinefleisch vermischt.

Asylsuchende kochen bei Pannonischer Tafel

Bemüht zeigt man sich in der Justizanstalt Eisenstadt, die für die Verpflegung der Männer sorgt. „Wir kochen nach der Verpflegevorschrift des Justizministeriums“, betont Justizanstaltsleiter Oberst Günter Wolf und ergänzt: „Für die Muslime in der Justizanstalt wird das gleiche gekocht wie für die Asylsuchenden. Es hat bei uns noch keine Beschwerden gegeben.“

Eine eigens in Niederösterreich erzeugte Rinderwurst wird an die Muslime verabreicht. Und auch auf dem Ramadan wird Rücksicht genommen. Zwei Mal am Tag wird laut Justizanstalt das Essen von der Polizei abgeholt.

Derzeit sind aber einige Asylsuchende, die in der Landespolizeidirektion untergebracht sind, selbst aktiv geworden. Sie kochen in der Küche der Pannonischen Tafel auf. „Sie kochen am Abend hier bei uns und können auch das Essen für ihre Landsleute mitnehmen“, berichtet Roschek, die sich über die Spenden, die täglich bei ihr einlangen, freut. Oft werde, so Roschek, das selbst gemachte Essen mit dem im Turnsaal angebotenen gemischt.