Erstellt am 23. Juli 2014, 11:11

von Bettina Eder

Prikoszovits bittet Papst um Entlassung. Nach seiner Auszeit steht für Prokoszovits fest: Er wird auf eigenen Wunsch aus dem Priesteramt ausscheiden.

Auszeit beenden. Der ehemalige Dompfarrer Josef Prikoszovits strebt eine Anstellung in Vereinigung der Ordensschulen an.  |  NOEN, Werner Müllner
Der frühere Dompfarrer von Eisenstadt, Josef Prikoszovits, wird noch im Juli beim Papst um die „Entpflichtung“ vom priesterlichen Dienst ansuchen. Er wird somit nicht mehr als Pfarrer tätig sein.

Prikoszovits befindet sich derzeit noch in einem Sabbatjahr, um das er nach Niederlegung seines Amtes als Dompfarrer im vergangenen September gebeten hat. Diese Auszeit zur Klärung seines weiteren Lebensweges soll auf Prikoszovits‘ Wunsch mit Ende August 2014 enden.

„Einheit in der Pfarre ist zurzeit belastet“

Im September des Vorjahres hatte er nach vielen Gerüchten und Dementis doch die Diözesanleitung um Enthebung von all seinen bisherigen Ämtern und Aufgaben ersucht. „Die Wahrheit ist: Es gibt in meinem Leben eine Änderung, die mit meinem Priestersein und dem Zölibatsversprechen nicht vereinbar ist“, begründete Prikoszovits seinen Schritt.

Diese Entscheidung habe er getroffen, „weil die Integrität des Priesteramtes durch meinen inneren und äußeren Konflikt mit dem Zölibatsversprechen beschädigt wird“ und „zurzeit die Einheit in der Pfarre belastet ist“, so Prikoszovits gegenüber den Gläubigen.

In einer Vorabinformation an den Generalvikar und Personalverantwortlichen der Diözese, Martin Korpitsch, hat Prikoszovits nun mitgeteilt, mit Herbst 2014 eine Anstellung im Bereich der Vereinigung der Ordensschulen Österreichs annehmen zu wollen.

Pater Erich Bernhard wird neuer Dompfarrer 

Noch keine terminliche Festlegung gegenüber der Diözese gibt es derzeit hinsichtlich der von Prikoszovits bereits in Vorgesprächen mit der Diözesanleitung angekündigten Laisierungsbitte an den Papst. Dies ist in einem von Prikoszovits angekündigten Schreiben an die Diözesanleitung im Laufe des Sommers zu erwarten.

Ab Herbst wird der Kalasantinerorden die Seelsorge an der Eisenstädter Dom- und Stadtpfarrkirche St. Martin übernehmen. Der Kalasantinerpater Erich Bernhard wird als neuer Dompfarrer dem interimistischen Dompfarrer Generalvikar Martin Korpitsch nachfolgen.