Eisenstadt

Erstellt am 30. Juli 2016, 05:27

von Werner Müllner

Hueber: Kino ist Kulturauftrag. Mario Hueber erklärt, dass er sich in Eisenstadt ein Stammpublikum schaffen möchte und durch Programmvielfalt punkten will.

Mario Hueber, Kinobetreiber  |  zvg

Bei der Präsentation des Kinos in Eisenstadt stellte Betreiber Mario Hueber auch sein Konzept für das Kino vor:

Zur Ausstattung:

Wir werden vom Komfort und von der Technik den größten und besten Saal des Burgenlandes haben. Andererseits wissen wir, dass ein unterschiedliches Publikum auch unterschiedliche Filme und eine unterschiedliche Präsentation der Filme notwendig macht.

Innenstadt:

Wir unterscheiden uns in jenem Punkt, dass wir Innenstadtlage haben. Aus Innsbruck wissen wir, da gibt’s vor dem Kino Besuche der Geschäfte oder der Cafés. In der Kombination Innenstadtlage und einer gehobenen Kinoqualität sehen wir in Eisenstadt ein großes Potenzial.

Gastronomie:

Es wäre vermessen zu sagen, ich kann ein hervorragendes Kino mit perfekter Gastronomie bauen. Wenn man ein Kino mit Restaurant betreibt, dann entspricht das Restaurant meist nicht den Qualitätsansprüchen der Kunden. Wir können Kino, das traue ich mir mit Stolz zu sagen. Aber die Gastronomie sollen die Profis machen. So kann der Kinobesucher in der Innenstadt essen gehen und wählen, was er will, und dann ins Kino kommen. Obendrein ist alles hervorragend erreichbar, das ist eine hervorragende Kombination, die man so außerhalb der Stadt nicht gefunden hätte.

Das Filmangebot

Mit vier Sälen hat man die Möglichkeit, das Programm breit aufzustellen. Natürlich werden wir Blockbuster zeigen, das ist unbedingt notwendig, um gute Besucherzahlen zu machen. Wir werden aber oft Originalfassungen spielen, gerade weil Eisenstadt eine Schulstadt ist. Bei den Jungen geht der Trend dahin, sich vor allem Komödien in Originalfassung anzusehen. Dadurch, dass wir vier Säle haben, werden wir auch Filme zeigen, die die 30+-Generation ansprechen, die Filme sehen möchte, die es derzeit nur in Spartenkinos in Wien zu sehen gibt. Wenn wir uns nur auf die Blockbuster konzentrieren würden, hätten wir kurzfristig Erfolg, aber nicht auf Dauer. Man lebt als Kinobetreiber von einer Stammkundschaft, die sehr, sehr treu ist und nicht zwei- oder dreimal pro Jahr ins Kino geht, sondern wir sehen es in Innsbruck, wo der Schnitt bei 7 bis 10 Besuchen pro Jahr liegt.

Besondere Events:

Es wird auch Abende mit Überraschungsfilmen geben, Filme in Originalfassung oder Matinéen. Die Stadt selbst hat durch unsere Vereinbarung die Möglichkeit, Filme für Schulen und Ähnliches ins Kino zu bringen. Das Kino ist ja nicht nur ein Unterhaltungsbetrieb, sondern auch ein Kulturbetrieb. Und dieser Verpflichtung eines Kulturbetriebes fühlen wir uns verpflichtet.