Eisenstadt

Erstellt am 15. Juli 2017, 06:10

von BVZ Redaktion

Molnár-Kritik: Polit-Streit um Schanigärten. Géza Molnár (FPÖ) kritisiert, dass Betreiber bei Gemeindeveranstaltungen und Genusstagen für Schanigärten extra zahlen müssen.

Streitpunkt. Die Gebühren für Schanigärten in der Fuzo.  |  Nina Sorger

Die FPÖ kritisiert den Umgang der Gemeinde mit den Betreibern von Schanigärten in der Fuzo: Für einen Schanigarten habe man pro Quadratmeter und Monat 6,30 Euro an die Stadtgemeinde zu zahlen, so FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár. Bei Veranstaltungen, die von der Stadt organisiert werden, wird extra kassiert.

„Das ist der reinste Wucher“

Molnár: „Jedenfalls wird den Gastronomen – etwa beim Stadtfest – zusätzlich zum normalen Entgelt weit mehr abgenommen, als man auf der Kärntnerstraße in Wien für einen Quadratmeter Schanigarten zahlt. Das ist der reinste Wucher.“

Ihm stößt auch der Beitrag der Schanigartenbetreiber für die Wein- und Genusstage sauer auf: „Als Organisator tritt ein von ÖVP-Politikern geführter Verein auf, dennoch wird von den Schanigartenbetreibern extra kassiert – bis zu 720 Euro für fünf Tage“, so Molnár: „Im Resultat werden die Gewerbetreibenden quasi gezwungen, einen privaten Verein zu finanzieren.“

Dazu Finanzstadtrat Michael Freismuth (ÖVP), der auch dem Verein „Wein- und Genusstage“ vorsteht: „Unglaublich, was sich Molnár erdreistet: Beschwert sich über die Gebühren für Schanigärten, obwohl er sie am 20. Dezember 2013 selbst mitbeschlossen hat.“ Freismuth verweist auf die Aktion „Mitten in der Stadt“, im Zuge der „die Gebühren noch einmal halbiert“ worden seien.

Zur Kritik an den Wein- und Genusstagen sagt er: „Stattdessen sollte er (Molnár) seinen FPÖ-Tourismuslandesrat Petschnig einladen, sich an der Veranstaltung, die eine Top-Werbung für den burgenländischen Wein, die Genussregion und den Tourismusstandort Burgenland ist, zu beteiligen.“ Molnár: „Ein gedeihliches Miteinander zwischen Politik und Gewerbetreibenden sieht jedenfalls anders aus.“