Erstellt am 21. November 2012, 00:00

Eisenstadt muss warten. Schranken / Land will Eisenbahnkreuzungen analysieren. Während Eisenstadt noch auf Schrankenanlage wartet, wird demnächst eine in Oslip gebaut – weil es eine Landesstraße ist.

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Von Doris Fischer

EISENSTADT/OSLIP / Dieser Tage präsentierte Landeshauptmann Hans Niessl gemeinsam mit Thomas Leitner vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und Herbert Mayr von der Raaber Bahn AG ein grenzüberschreitendes Projekt. Innerhalb der nächsten 14 Monate werden im Rahmen der Initiative „SiEBaWe – Sicherheitsinspektionen von Eisenbahnkreuzungen entlang der grenzüberschreitenden Bahnlinie im Burgenland und Westungarn“ Analysen durchgeführt und darauf aufbauend die entsprechenden Maßnahmen gesetzt. Jährlich investiert das Land fünf Millionen in die Verkehrssicherheit.

Lösungen gibt es hingegen für die unbeschrankten Bahnübergänge in Eisenstadt an der S31-Abfahrt und in Oslip. Dass unbeschrankte Eisenbahnkreuzungen gefährlich sind, ist hinlänglich bekannt. Nach dem tödlichen Unfall (2007) am Bahnübergang auf der S31-Abfahrt wurde versprochen, die Kreuzung sicherer zu machen. „Fix ist, dass eine Schrankenanlage gebaut wird“ ist aus dem Büro von Landesrat Helmut Bieler schon seit Monaten zu hören. Wann sie errichtet wird, hänge laut Bielers Sprecherin Isabell Strobl von Verhandlungen zwischen ÖBB und ASFINAG ab. Schneller geht es hingegen in Oslip. Hier wird demnächst eine Schrankenanlage errichtet. „Im Gegensatz zur S31 – sie steht im Eigentum der ASFINAG – handelt es sich in Oslip um eine Landesstraße. Wir haben hier also eine andere gesetzliche Ausgangslage.“

In Oslip wird zwischen Land und ÖBB verhandelt; in Eisenstadt hingegen zwischen ÖBB, ASFINAG und Land“, lässt Bieler -Sprecherin Strobl wissen, und ergänzt: „Wir erstellen die Gutachten. Die Verordnung erlässt das Büro Resetar.“

Für Oslips Grün-Gemeinderat Franz Knipp ist es „schlimm, dass erst nach sieben Unfällen die Landespolitik die Notwendigkeit eines Schrankens erkennt.“