Erstellt am 08. Juli 2015, 06:56

von Tamara Heidenreich

Lebensretter geehrt. Der Eisenstädter Schüler Lukas Konrath wurde vor kurzem für sein beherztes Eingreifen, das seinem Mitschüler das Leben rettete, geehrt.

Geehrt. Für seinen Einsatz gab es für Lukas Konrath (2.v.r.) nicht nur den Dank seines geretteten Mitschülers und Freundes Philipp Frühwirth, sondern auch eine Ehrenurkunde, überreicht von Direktorin Johanna Dorner-Resch (l.) und der Landesschulinspektorin Helene Schütz-Fatalin. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger
Dramatische Stunden erlebten Schüler der HAK Eisenstadt auf der Sommersportwoche in Rovinj, Kroatien – einer der Burschen, Philipp Frühwirth, wäre beinahe erstickt, wurde aber in letzter Sekunde von Lukas Konrath gerettet. Am vergangenen Freitag wurde er dafür geehrt.

Segelboot-Trip wurde fast zur Horror-Fahrt

Das Unglück passierte auf dem offenen Meer. Die Schüler waren gerade mit dem Segelboot unterwegs, als Philipp heftig zu husten begann.

Zuerst dachten alle, er hätte sich bloß verschluckt, doch Lukas Konrath merkte schnell, dass etwas nicht stimmte – sein Mitschüler hatte sich an seiner Zunge verschluckt. Hätte Lukas Konrath nicht sofort eingegriffen und die Zunge rausgezogen, wäre sein Freund erstickt.

Rasches Handeln rettete Mitschüler das Leben

„Ich hatte nur den Erste-Hilfe-Kurs in der Fahrschule absolviert, jedoch lernten wir über so etwas rein gar nichts. Ich habe rein aus Instinkt gehandelt“, erklärt er. Danach paddelten die Schüler an Land und kurz darauf wurde sein Mitschüler mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht, welches er ein paar Stunden später schon wieder verlassen durfte.

Für Lukas Konrath selbst war das keine große Sache. „Wir sind und waren vorher schon sehr gute Freunde, da wir dieselbe Klasse besuchen. Ich hätte aber selbstverständlich jedem anderen auch geholfen“, gibt er sich bescheiden.

Philipp selbst kann sich an den Vorfall kaum erinnern: „Sowas ist mir noch nie passiert. Umso dankbarer bin ich, dass Lukas so schnell reagiert hat.“ Derzeit muss er eine Reihe von Untersuchungen absolvieren, in denen der Ursache für den Vorfall auf den Grund gegangen werden soll.