Erstellt am 07. Juni 2016, 15:44

von NÖN Redaktion

Sichere Stromversorgung trotz starker Gewitter. Am vergangenen Wochenende war eine starke Gewittertätigkeit im Burgenland zu beobachten. Dank der gut gewarteten Infrastruktur der Netz Burgenland gab es für burgenländische Haushalte und Unternehmen kaum Beeinträchtigungen der Stromversorgung.

Blitzentladungen laut ALDIS im Zeitraum 4. Juni 12:00 bis 5. Juni 19:00 Uhr  |  NOEN, zVg
Am Samstag, dem 4. Juni, wurden im Burgenland von 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr an die 2000 Blitze registriert. Allein über der Parndorfer Platte und dem Seewinkel entluden sich laut dem Blitzortungssystem ALDIS in diesem Zeitraum mehr als 1000 Blitze. Im Windpark „Neudorf“ der Energie Burgenland Windkraft GmbH beschädigten zwei Blitzeinschläge die Rotorblätter von Windkraftanlagen.
 
Im gleichen Zeitraum trafen elf Blitze auch das Hochspannungsnetz der Netz Burgenland Strom GmbH. „In zehn Fällen konnte ein bleibender Stromausfall durch eine sogenannte automatische Wiedereinschaltung, also eine Kurzunterbrechung mit einer Dauer von etwa 300 Millisekunden,  verhindert werden“, erklärt Netz Burgenland Geschäftsführer Peter Sinowatz. Lediglich einmal sei die Stromversorgung für etwa eine Stunde im Raum Wiesfleck-Tauchen-Aschau ausgefallen. Sinowatz: „Ein Baum stürzte bei einem Gewitter in die Leitung und musste entfernt werden.“
 
Nach einer kurzen Wetterberuhigung über Nacht war am 5. Juni der Gewitterschwerpunkt im südlichen Burgenland zu finden. Von Mittag bis Abend wurden auch in diesem Gebiet fast 900 Blitzentladungen verzeichnet. Neun Blitze haben die Leitungen der Netz Burgenland Strom GmbH getroffen, führten aber zu keinen bleibenden Stromausfällen, sondern nur zu  automatischen Wiedereinschaltungen.