Erstellt am 03. Juni 2015, 07:57

Eisenstadt: VP bleibt Erster. ÖVP verlor weniger als SPÖ, Grüne und FPÖ legen zu, Neos gescheitert.

LBL. Jugendkandidatin Anna Podesser düste durch die Fuzo und holte mit ihrem Team 5,4 Prozent in Eisenstadt. Ein Minus von 0,34 Prozent.  |  NOEN, Werner Müllner
Bei der Landtagswahl am 31. Mai 2015 waren 10.641 Eisenstädter Bürger aufgerufen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Das sind um 523 Personen mehr als bei der Landtagswahl im Jahr 2010.

Die Wahlbeteiligung lag bei 73,06 Prozent und ist somit um 5,06 Prozent gestiegen.

x  |  NOEN, Land Burgenland, Grafik Bischof


Eines vorweg – nach dieser Wahl sind im Eisenstädter Gemeinderat vier Landtagsabgeordnete vertreten. Jede Partei konnte ihren Spitzenkandidaten in den Landtag hieven.

Klare Nummer eins bleibt die Volkspartei mit Thomas Steiner an der Spitze. 37,7 Prozent konnte die ÖVP erreichen, 4,08 Prozent weniger als vor fünf Jahren.



Bürgermeister Thomas Steiner erklärt dazu: „Persönlich freut es mich, dass die ÖVP wieder ganz klar stärkste Kraft in der Landeshauptstadt ist.“ Bedeckt hält sich Ex-Bürgermeister und WK-Präsident Peter Nemeth, der auch im ÖVP-Verhandlungsteam für die neue Regierung, ist. Erste Statements wird’s erst gegen Ende der Woche geben.

Gegenüber der Wahl 2010 veränderte sich die Zahl der Wahlberechtigten und so konnten alle Parteien bis auf die SPÖ und die erstmals angetretenen bei den absoluten Zahlen zulegen.

Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ) resümiert über den Wahlausgang: „Eisenstadt war ein Hotspot an Spitzenkandidaten. Thomas Steiner war mit Christoph Wolf unterwegs, Geza Molnár als Nummer eins im Bezirk und auch Regina Petrik ist Landessprecherin. 2010 waren wir nur ein Prozent vom Landesergebnis entfernt, diesmal leider mehr, gegen den Trend kann man sich leider nicht wehren.“

Grüne freuen sich, vor FPÖ zu sein

„Es freut mich besonders, dass es gelungen ist, in der Landeshauptstadt die Freiheitlichen zu überholen“, so die Grüne Spitzenkandidatin Regina Petrik.

Sie hofft außerdem, dass der Trend in Richtung Grün weitergeht: „Für uns ist dieser Zuspruch der Beweis für die gute Arbeit, welche die Grünen im Gemeinderat leisten. Diesen Schwung wollen wir auf jeden Fall in die Gemeinderatswahl mitnehmen.“



Geza Molnár, Nummer eins der FPÖ, sieht den grünen Jubel gelassen: „Unser Ergebnis ist in Ordnung, und dass die Grünen vor uns liegen, ist nichts Besonderes, bei Nationalratswahlen und EU-Wahlen waren die Grünen schon immer vorne.“

Die Tatsache, dass jetzt vier Landtagsabgeordnete im Gemeinderat sitzen werden, sieht er als Ansporn: „Ich glaube, dass nun mehr weitergeht, bisher gab es ja nicht viele Initiativen von den im Landtag vertretenen Parteien.

Gar nicht so enttäuscht, wie man sich das vielleicht erwarten würde, ist Neos-Spitzenkandidatin Ulli Koch. Die Eisenstädterin denkt nicht im entferntesten daran aufzugeben: „Ich mache sicher weiter, Politik ist der Ort, wo wir uns ausmachen, wie wir gemeinsam leben wollen. Bildung, Wirtschaft und viele andere Themen sind von uns neu aufgerollt worden, wir gehen einen guten und richtigen Weg.“

Koch weiter: „Neos hat in Eisenstadt viel Potenzial, das diesmal von den Grünen und den rechten Parteien besser kanalisiert wurde. Wir sind noch nicht so schlagkräftig. Daran werden wir die nächsten Jahre arbeiten, um 2017 bei der Gemeinderatswahl mit einem ausgezeichneten Team und fundierten, zukunftsweisenden Themen anzutreten!“