Erstellt am 12. April 2013, 13:23

Eisenstädter Diözesanbischof Zsifkovics wird 50. In Eisenstadt wird kommenden Freitag der renovierte Bischofshof der Öffentlichkeit präsentiert. Im Mittelpunkt steht dabei auch der Gastgeber: Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics wird am Dienstag 50 Jahre alt.

Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics.  |  NOEN, http://www.martinus.at
Seit September 2010 im Amt, gilt der Burgenlandkroate als loyal zu Rom und Befürworter eines Kirchenbildes, das reformwilligen Katholiken als konservativ gilt. Innerkirchlich verfügt er aus seiner Zeit als Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz über gute Kontakte auch zum Vatikan und zu Bischöfen in Mittel- und Osteuropa.

Zsifkovics kam am 16. April 1963 in Güssing im Südburgenland zur Welt. Am 29. Juni 1987 wurde er in Eisenstadt zum Priester geweiht. Schon bald übernahm er während der Amtszeit von Bischof Stefan Laszlo wichtige Funktionen in der Diözese Eisenstadt: Von 1987 bis 1988 war er als bischöflicher Sekretär und von 1992 bis 1999 als Ordinariatskanzler tätig.

1999 wurde er zum Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz bestellt. Auch während dieser Tätigkeit blieb Zsifkovics weiterhin Seelsorger in Wulkaprodersdorf.

2010 als Iby-Nachfolger gekommen

Im Juli 2010 wurde er zum Nachfolger von Diözesanbischof Paul Iby bestellt - eine Entscheidung, die auch kritische Stimmen hervorrief. Am 25 September 2010 wurde Zsifkovics im Eisenstädter Martinsdom zum Bischof geweiht.

Der neue Oberhirte mit dem Wahlspruch "Quodcumque dixerit vobis facite" (Was er euch sagt, das tut, Anm.) aus dem Johannesevangelium (Joh 2, 5b) sorgte bald für personelle Weichenstellungen bei Leitungsfunktionen innerhalb der Diözese - etwa im Pastoralamt oder bei der Caritas. Sein diesbezüglicher Führungsstil löste bei manchen Unverständnis aus.

Mit seiner Entschuldigung bei den Opfern von Missbrauch im kirchlichen Bereich und der Aussage, dass es in diesem Bereich "keine Toleranz geben" dürfe, sprach Zsifkovics deutliche Worte. Scharfe Kritik handelte er sich dafür kürzlich ein, als er an einer Gedenkfeier für den nach Missbrauchsvorwürfen zurückgetretenen, 2003 verstorbenen Kardinal Hans Hermann Groer teilnehmen wollte. Zsifkovics sagte kurzfristig ab.

In kirchlichen Fragen folgt der Eisenstädter Oberhirte der Linie Roms: Als Bischof wolle er "nicht den Weg der Weltkirche verlassen", sagte er in einem Interview und stellte klar, dass dies auch für Fragen wie den Zölibat und das Frauenpriestertum gelte. Als wichtiges Anliegen betrachtet Zsifkovics die "Neuevangelisierung".

An seinem Geburtstag am Dienstag feiert der Diözesanbischof eine Messe in seiner Heimatgemeinde Stinatz. Im Rahmen des "Tages der offenen Tür" im Bischofshof finden 19. April zu Mittag ein Gottesdienst und eine Agape statt. Bereits am Vormittag bringt die Militärmusik Burgenland dem Jubilar ein Ständchen.