Erstellt am 20. Januar 2016, 17:43

von NÖN Redaktion

Elsasser und Co.: Erinnerungen an den Musikantenstadl. In 35 Jahren Stadl-Geschichte gab‘s manchen burgenländischen Beitrag – wie Kurt Elsasser, der das Ende der Sendung bedauert.

Durchbruch. Der allererste Musikantenstadl in Enns mit Karl Moik, wo er »La Montanara« sang, bedeutete 1981 für Kurt Elsasser den Karrierebeginn als Kinderstar. Foto: ZVg  |  NOEN, ZVg
Seit Kurzem ist es fix: Der Musikantenstadl ist Geschichte, und die nachfolgende Stadl-Show soll voraussichtlich nur noch zu Silvester über die Bildschirme flimmern.

Bauernkapelle St. Georgen war mehrmals im Bild

In den 35 Jahren seines Bestehens haben auch einige Musikgruppen aus dem Bezirk das Stadl-Publikum zum Schunkeln gebracht.



Die Tamburica Uzlop (Foto unten) brachte etwa burgenland-kroatischen Schwung in den Silvesterstadl 2007 in Oberwart und zeigte Andy Borg einen Besentanz.

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Die Bauernkapelle St. Georgen (Bilder unten) war sogar mehrmals im Stadl und durfte neben Borg auch den Stadl-Vater Karl Moik erleben.

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Legendär ist allerdings der Auftritt des damals 13-jährigen Kurt Elsasser beim allerersten Musikantenstadl mit Karl Moik und dem Lied „La Montanara“.

„Der Musikantenstadl hat mich als damaligen Kinderstar Kurti Elsasser geboren und bis heute geprägt. 1981 begann mit diesem Auftritt in Enns meine Karriere Der Stadl war der Anfang meiner Karriere und deshalb habe ich ihm auch sehr viel zu verdanken“, erinnert sich der Schlagersänger heute zurück.

Elsasser: „Stadl war für mich wie eine Familie“

Elsasser war im Laufe der Jahre mehrmals gern gesehener Gastinterpret: „Der Stadl war für mich wie eine Familie, bei der ich mich immer sehr wohlgefühlt habe. Da ich diese schönen Erinnerungen bereits mit Kinderaugen aufnehmen durfte, fühlte ich stets eine besondere Verbundenheit zum Musikantenstadl und zum gesamten Team. Daraus entstand eine besonders tiefe Freundschaft vor allem auch zu Karl Moik, wofür ich heute noch sehr dankbar bin“, so Elsasser, der auch zu Moik-Nachfolger Andy Borg eine Freundschaft pflegte.

Zum Ende der Sendung meint der Sänger: „Es schmerzt mich sehr, erfahren zu müssen, dass es diese Fernseh-Institution, die unsere Unterhaltungslandschaft über Jahrzehnte geprägt hat, in Zukunft nicht mehr geben wird.“

Ganz persönlich wünsche er sich „wieder eine Sendung, in welcher der Musikgeschmack aller Generationen berücksichtigt wird und in der gute Musik wieder im Vordergrund steht, mit der sich auch junge Talente präsentieren dürfen und somit eine Chance auf eine solide Karriere erhalten – so wie ich es vor 35 Jahren erfahren durfte.“

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