Erstellt am 18. Juni 2013, 15:16

Erdbebenübung mit Pflegeheimevakuierung. Ein starkes Erdbeben, das sich im Nordburgenland ereignet, bildet am Samstag das Szenario für eine Übung in Neufeld an der Leitha (Bezirk Eisenstadt-Umgebung).

 |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / wodi
Durch die Erdstöße wird das Pflegekompetenzzentrum schwer beschädigt, Bewohner müssen aus dem Haus in Sicherheit gebracht werden. Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Samariterbund, Polizei sowie Vertreter der Gemeinde und der Bezirkshauptmannschaft üben dabei für den Ernstfall.

"Das Pflegekompetenzzentrum wird teilweise zerstört. Strukturelle Schäden treten auf, sicheres Verweilen der Bewohner ist deswegen nicht mehr gewährleistet. Es müssen dann insgesamt acht Personen vom Samariterbund und der Freiwilligen Feuerwehr evakuiert werden, da sie das Gebäude nicht aus eigener Kraft verlassen können", erläutert Karola Foltyn-Binder vom Samariterbund die Übungsannahme.

Um 9.00 Uhr wird der Alarm ausgelöst, über die Landessicherheitszentrale Burgenland werden die Stadtfeuerwehr Neufeld und der Samariterbund verständigt. Im Fred Sinowatz-Kulturzentrum wird eine provisorische Unterkunft zur Betreuung der Erdbebenopfer eingerichtet: "Dort stehen Feldbetten, Decken und Verpflegung bereit."

Zwei Pflegeheimbewohner müssen liegend von der Feuerwehr mit einer Drehleiter in Sicherheit gebracht werden, zwei weitere sind auf den Rollstuhl angewiesen. Im Lauf der Rettungsaktion wird außerdem bemerkt, dass zwei Personen fehlen, schildert Foltyn-Binder. Die Rettungshundestaffel des Samariterbundes wird für die Suchaktion wird angefordert.

Noch während 15 Hundeführer das Suchgebiet nach den Vermissten durchkämmen, kehren die in Sicherheit gebrachten Bewohner bereits wieder in das Pflegekompetenzzentrum zurück. Ebenfalls durchgespielt werden bei der Übung, die bis 12.00 Uhr angesetzt ist, das Organisieren von Ersatzquartieren in Pflegeeinrichtungen in der Umgebung und die Verständigung der Angehörigen.