Erstellt am 28. September 2011, 00:00

Es geht ums Geld…. WEINTAGE / Molnár (FP) kritisiert, dass Weidinger einen Teil der Gemeindeförderung erhalten haben soll. Weidinger: „Frechheit!“

Erfolg. Das Weinfest war ein toller Publikumserfolg. Ums Geld wird noch immer diskutiert.  |  NOEN
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VON BETTINA EDER

EISENSTADT / „Das ist eine Frechheit, was mir da unterstellt wird“, ärgert sich Gemeinderat Josef Weidinger (ÖVP) über Anschuldigen der FPÖ.

Diese lässt in Sachen Weinkost Neu nicht locker und fordert eine Offenlegung der Finanzen des Vereines, der mit der Abwicklung der Genusstage betraut wurde. 40.000 Euro hat Verein bisher als Förderung von der Gemeinde erhalten. Im Zentrum der FPÖ-Kritik steht das Honorar von Agenturchef und Organisator des Festes, Josef Weidinger. Er ist auch ÖVP-Gemeinderat und Kleinhöfleiner Stadtvorsteher. FPÖ-Chef Géza Molnár hält das für unvereinbar: „Die Sache stinkt. Alleine im Jahr 2010 hat Weidinger über sein Unternehmen an die 100.000 Euro von der Stadt erhalten, einen Gutteil davon für die Weinkost. Es ist daher nicht auszuschließen, dass auch ein Gutteil der 40.000-Euro-Förderung für das heurige Fest auf Weidingers Konto gelandet ist.“

Freismuth: „Biete Molnár an,  im Verein mitzuarbeiten.“

Weidinger: „Die Stadt hat mir nie Geld geschenkt, ich habe dafür gearbeitet und Leistungen erbracht. Es muss jedem Unternehmer erlaubt sein, Gemeinderat zu sein und für die Stadt zu arbeiten.“ VP-Finanzstadtrat Michael Freismuth, auch Obmann des Weinfestes, platzt der Kragen: „Es entspricht nicht meinem Verständnis von Information, mich laufend zu derartigen Unterstellungen zu äußern. Molnár sollte endlich aufhören, sich auf derart tiefem Niveau als Nestbeschmutzer zu betätigen.“

Molnárs Ruf nach mehr Transparenz kann Freismuth nicht nachvollziehen: „Ich habe ihm öfters angeboten, im Verein mitzuarbeiten, dann hätte er direkten Zugang zu allen Fakten und Daten.“ Freimuth stellt klar: „Der Verein hat überhaupt nichts zu verbergen, alles ist völlig transparent, alle Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich.“

Molnár zu dem Angebot: „Das hätten die wohl gerne, dass ich den Quoten-Blauen spiele, der dann auch noch die Überweisungen an Weidinger unterschreiben darf. Ihre Freunderlwirtschaft sollen Freismuth und Kovacs ohne mich organisieren.“