Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Ex-Mitarbeiter klagte Freistadt Eisenstadt. GEKÜNDIGT / Im Zuge einer Umstrukturierung verlor ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz. Das will er aber nicht akzeptieren.

Stempel Kündigung  |  NOEN
EISENSTADT / 2009 wurden im Eisenstädter Rathaus zwei Geschäftsbereiche zusammengelegt. Im Zuge dieser Umstrukturierung verlor einer der Mitarbeiter seinen Job. Das wollte der 42-Jährige nicht akzeptieren: Er klagte die Stadtgemeinde und forderte vor dem Arbeits- und Sozialgericht die Rücknahme der Kündigung. Vorige Woche sagten der Betroffene und Magistratsdirektor Walter Horvath vor Richterin Gerlinde Nemeth und den beiden Laienrichtern aus. Das Urteil lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor.

Kläger: „Klarer Wille der Bürgermeisterin“
Der Kläger, ein 42-jähriger Mann aus dem Bezirk Eisenstadt, schilderte die Umstände seiner Kündigung. Er sei „aus allen Wolken gefallen“, als ihm von Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel im September 2009 mitgeteilt wurde, dass der neue Leiter der Abteilung seine Aufgaben übernehmen werde. „Wir waren etwas naiv gewesen und dachten, dass der neue Leiter zusätzlich kommt“, so der ehemalige Sachbearbeiter, der seit März 2008 bei der Stadtgemeinde beschäftigt war.

„Ich versuchte zu fragen, ob ich in einer anderen Abteilung arbeiten könne“, so der Kläger. „Das wurde aber von der Frau Bürgermeisterin alles abgelehnt. Ihr klarer Wille war, dass ich nicht mehr am Magistrat arbeite.“
Nach der Kündigung, die per Ende November 2009 erfolgte, fand der 42-Jährige einen Job im Bezirk Oberpullendorf – allerdings nur als Karenzvertretung. „Mir bleibt die Unsicherheit, 2012 wieder auf der Straße zu stehen“, brachte der Ex-Mitarbeiter vor. Außerdem habe er durch die weite Anfahrt einen finanziellen Nachteil. „Die Stadt wollte immer eine einvernehmliche Lösung“, erklärte Magistratsdirektor Horvath. Der Ex-Mitarbeiter habe aber Forderungen gestellt, die in einem Punkt „nicht erfüllbar“ gewesen seien. Die Umstrukturierung habe Verbesserungen gebracht: „Es gibt keine Aktenrückstände mehr, die Krankenstände sind eklatant zurückgegangen, das Arbeitsklima hat sich laut Arbeitsmedizinerin verbessert.“