Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

Facebook-Protest nach Lokalsperre. Jugendszene / Nachdem die Eisenstädter Geco-Bar schloss, protestieren hunderte Jugendliche via Facebook und Internet.

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Von Peter Wagentristl

EISENSTADT / Letzte Woche schloss die Geco-Bar. Als Grund wurden die Auflagen der Gemeinde genannt. Diese pochte darauf, dass diese wie bei jedem anderen Lokal auch zu erfüllen seien.

Via Facebook verbreitet sich diese Nachricht rasch im Internet. Auf der Seite der Stadtgemeinde Eisenstadt und ähnlichen Foren gab’s Protestpostings, vorwiegend von Jugendlichen. „Eisenstadt ist keine Landeshauptstadt, Eisenstadt ist nur peinlich“, so formulierte Facebook-User Martin Lehner seinen Ärger. Einige User wollen auch einen Generationenkonflikt sehen: „Die Stadt den Senioren? – Nicht mit uns!“

Den Stein zum Rollen brachte Roberto Cassian mit Statements wie „Diese Stadt wird ein riesiges Altersheim!“ und erntete mit seinem Beschwerdekommentar auf der Facebook-Seite der Landeshauptstadt „gefällt mir“ von über 1200 Usern.

Auch der engagierte Facebook-Poster „Energy da Colonel“, Gründer der Initiative „Oh du mein armes Eisenstadt“, fragte sich, „…ob die Jugend denn nicht ernst genug genommen wird, vor allem vonseiten der Damen und Herren im Rathaus.“

Jugendliche fühlen sich benachteiligt

Vor allem den Ruf als „moderne, junge und jugendfreundliche Stadt“, wie es ein Poster formulierte, sprechen die meisten Jugendlichen der Stadt ab.

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Seitens der Stadtgemeinde meldet sich Jugendgemeinderat Christoph Schmidt (ÖVP) zu Wort: „Selbstverständlich ist die Schließung aus Sicht der Jugend bedauerlich. Auslöser der Diskussion war eine gewerberechtliche Entscheidung der Bezirksverwaltungsbehörde, die aufgrund von gesetzlichen Auflagen unumgänglich war. In dieser Hinsicht erfreulich ist, dass am Wochenende ein weiteres Lokal in der Innenstadt eröffnet wurde und es bereits für das ehemalige Mendez einen neuen Pächter gibt.“

Verbesserungen erhoffen sich einige durch den zurzeit in Bau befindlichen E-Cube – ein Veranstaltungszentrum mit Proberäumen und Ähnlichem, das im kommenden Sommer eröffnet werden soll.

Als Fazit aus der Aktion könnten sich die Jugendlichen künftig aktiv an den Bürgergesprächen beteiligen, und die Gemeinde könnte verstärkt über Neue Medien wie eben Facebook zur Diskussion einladen.

 

 

 

 

 

 

Zu. Betreiber Andy Hauer warf das Handtuch und schloss das Lokal in der Landeshauptstadt .

Montage:

Bischof/Hafner (Foto)