Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

„Fehler passiert“. Bürgergespräche / Neue Mittelschule, Lindenstadion und vor allem die Kirchäcker-Siedlung wurden im Rathaus diskutiert.

Von Bettina Eder

EISENSTADT /  „Eine Sandkiste von ein mal ein Metern ist kein Kinderspielplatz“, erboste sich ein Bewohner der Kirchäcker-Siedler bei einem der Hauptthemen der Bürgerversammlung: der zu engen Bauweise in diesem Bereich. Seit Jahren steht die hohe Baudichte im Kreuzfeuer der Kritik, zurecht, wie auch die Stadt zugibt.

Baudirektor Wolfgang Leinner dazu: „Richtig ist, dass das eine Dichte bekommen hat, die nicht mehr burgenländischen Verhältnissen entspricht. Da sind Fehler passiert.“ „Tatsache ist auch, dass die Genossenschaften nicht allen Verordnungen nachgekommen sind“, erklärte auch Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP), das Fehlen von Freiräumen und Kinderspielplätzen. Bestimmte Dinge könne man allerdings nicht mehr rückgängig machen. Für geplante und zukünftige Projekte werde man den Genossenschaften allerdings mehr auf die Finger schauen, verspricht man vonseiten der Gemeinde.

Lindenstadion wird  auf Zeit reaktiviert

Versichert wurde außerdem, dass der noch freiliegende Teil der Kirchäcker „nicht spiegelbildlich gebaut“ wird. Ebenso werde der Stadtentwicklungsplan mit Bürgerbeteiligung komplett überarbeitet.

Diskutiert wurde ebenso der Neubau der Neuen Mittelschule, der Standort und die Finanzierung seien allerdings noch offen, so Bürgermeister Thomas Steiner, wiewohl man wisse, dass der jetzige Standort nicht „ideal“ sei. Gute Nachrichten gibt es für Fans des Lindenstadions, das dürfte – zu mindest für einige Zeit – reaktiviert werden. Steiner dazu: „Während des Umbaus des Gymnasiums werden die sportlichen Aktivitäten dorthin ausweichen.“

Kampfansage an  die Wildparker

Ausweichen müssen vermutlich demnächst einige Parksünder. Seit Jahren wird im Bereich Feldgasse im Halten und Parken verboten-Bereich geparkt und damit die Durchfahrt erschwert und das bis dato ungestraft. Warum? Da die Autos teilweise auf Privatgrund stünden, könnten nur die Grundbesitzer Anzeige erstatten, hieß es immer aus dem Magistrat. Diese sind nun vom Bürgermeister zum runden Tisch eingeladen worden. Das Ziel: Das Ende der Wildparkerei.