Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Feuerteufel legte Brände. ABGEFACKELT / Schilfdepot und Hochstand standen innerhalb von wenigen Tagen in Vollbrand. Ein Brandstifter dürfte laut derzeitigem Ermittlungsstand am Werk sein.

Abgebrannt. Die Rauchschwaden waren mehrere Kilometer weit in der Umgebung zu sehen. Die Freiwilligen Feuerwehren Oggau und Schützen waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Die Stadtfeuerwehr Rust musste nachalarmiert werden.ZVG/FF OGGAU  |  NOEN
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VON DORIS FISCHER

OGGAU / Zwei Brände innerhalb einer Woche. Das hat es in Oggau noch nie gegeben. Und in beiden Fällen geht die Exekutive aufgrund des derzeitigen Ermittlungsstandes von Brandstiftung aus. Die Erhebungen in diese Richtung sind noch im Gange.

Schilfrohrdepot  stand in Vollbrand

Sonntagabend bot sich den Feuerwehrmännern ein schreckliches Bild. Eine kilometerweit sichtbare Rauchfront konnte sogar noch in der Landeshauptstadt gesehen werden.

Ein Areal, auf dem Schilf gelagert ist, stand in Vollbrand. „Der Brand wurde zufällig von einem Feuerwehrmann entdeckt, der gerade von Rust nach Oggau unterwegs war“, berichtet Oggaus Feuerwehrkommandant Wolfgang Traurig. „Er hat sofort den Notruf 122 gerufen und wir wurden mittels Sirene alarmiert“, ergänzt Traurig. Zwölf Meter hohe Flammen schossen in die Höhe. Die Rauchentwicklung war enorm. Zwei Schilfrohrtristen mit einer Länge von 75 Metern und 50 Metern und einer Höhe von 2,5 Metern standen in Vollbrand.

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Exekutive geht von  Brandstiftung aus

Die Feuerwehren Oggau und Schützen am Gebirge waren mit rund 100 Florianis und neun Wagen im Einsatz. „Weil der Brand sich auszudehnen drohte, musste die Stadtfeuerwehr Rust nachalarmiert werden“, stellt Traurig fest.

Die beiden ersten Reihen des Schilfs konnten nicht mehr gelöscht werden. Eine Brandwache musste eingerichtet werden. Die Höhe des Schadens steht derzeit noch nicht fest.

Auch Ende Jänner musste die Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrücken. Bislang unbekannte Täter hatten einen Hochstand im Bereich des Schilfgürtels in Brand gesetzt. Zum Anzünden wurde Schilf oder Stroh verwendet. Auch damals ging die Exekutive, die die Ersterhebung führte, von Brandstiftung aus. Die Höhe des verursachten Sachschadens beträgt rund 1000 Euro.

Zusammenhang zwischen  Bränden ist möglich

Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Bränden der letzten zwei Wochen liegt, kann von der Exekutive nicht ausgeschlossen werden. „Ein Zusammenhang könnte vorliegen. In beiden Fällen geht man von Brandstiftung aus“, stellt Eisenstadts Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter Günter Hauer fest.