Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

Flucht vor Flammen. Dramatisch / Vor dem Nichts steht eine Mörbischer Familie, nachdem in der Nacht von Montag auf Dienstag ein Kinderzimmer ausbrannte.

Im Einsatz. Der Atemschutztrupp der Feuerwehr konnte den Brand löschen. Das Problem war nicht der Brand an und für sich, sondern die starke Rauchentwicklung, die den Einsatzkräften zu schaffen machte. FF Mörbisch  |  NOEN
Von Doris Fischer und Nina Sorger

MÖRBISCH / Der Albtraum eines jeden Hausbesitzers wurde in der Nacht auf Dienstag in der Mörbischer Raiffeisenstraße Wirklichkeit. Ein Kinderzimmer stand in Brand – ein darin schlafendes Mädchen entkam dem Feuer in letzter Minute.

„Kurz vor Mitternacht wurde ich durch einen Knall aufgeweckt, und dachte zuerst, die Katze hätte was umgeworfen. Dabei war es der Fernseher, dessen Bildschirm es zerrissen hat“, erzählt Hausbesitzer Andreas Martschitz: „Dann kam meine älteste Tochter schon aus dem Zimmer – es ist ein Wunder, dass sie da rauskam.“

Martschitz sah sich einer Feuerwand im Kinderzimmer gegenüber: „Ich sagte meiner Frau nur, sie soll die Kinder nehmen, dann sind wir rausgerannt.“

Familie blieb wir durch ein Wunder unverletzt

Die Feuerwehr Mörbisch wurde von der Landessicherheitszentrale alarmiert. „Bis zum Eintreffen der Feuerwehr wollte der Hausbesitzer den Brand selbst löschen, was ihm aber aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht gelang“, schildert Feuerwehrkommandant Christian Jäger. Den Bewohnern ist wie durch ein Wunder nichts passiert: „Meine große Tochter hat zwar über Kopfweh geklagt und wurde vom Arzt untersucht – das war aber eher die Aufregung“, so Martschitz.

Familie Martschitz – die Eltern und ihre drei Kinder – kam zunächst bei den Schwiegereltern in Mannersdorf unter: „Wie es weitergeht – ich hab keinen Plan“, so Andreas Martschitz. Bis die Familie den Schreck der Nacht verdaut, wird es noch eine Weile dauern: „Wir sind durch den Wind – vor allem meine älteste Tochter. Die Kleine hat fast nichts mitgekriegt – sie hat noch halb geschlafen, als ich sie raustrug.“

Die Brandursache ist nun Gegenstand der Brandermittler der Polizei.