Erstellt am 13. Oktober 2015, 14:02

von Werner Müllner

Flüchtlinge im Bauhof. In einem ersten Schritt kommen die Flüchtlinge von der Zeltstadt in den städtischen Bauhof in Eisenstadt. Als nächster Schritt wird ein Gebäude für die Menschen adaptiert.

Vorbei. Die Zelte kommen weg. Der Bauhof wird geräumt.  |  NOEN, Nina Sorger
x  |  NOEN, BVZ
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) hat eine Lösung: Die Flüchtlingszelte bei der Polizeidirektion kommen weg.

Bereits in der Vorwoche hat der Bürgermeister bei einer Versammlung mit Eisenstädtern versprochen, dass die Zelte bald Geschichte sind. Die Temperaturen der vergangenen Tage brachten zusätzliches Tempo in die Entwicklung rund um das Flüchtlingslager.

BVZ.at hatte berichtet:



Nun ist es so, dass die Flüchtlinge die derzeit in Zelten beim Bundesamtsgebäude untergebracht sind, in den städtischen Bauhof übersiedeln werden. Dort wird die Fahrzeughalle geräumt und auf rund 20 Grad Celsius aufgeheizt.

„Die beheizbare Fahrzeughalle wird vorübergehend geräumt, um den Flüchtlingen, die derzeit noch in den Zelten untergebracht sind, eine wetterfeste Übergangslösung bieten zu können“, berichtet Integrationsbeauftragter Istvan Deli.

„Haben immer Unterbringung in kleinen Einheiten bevorzugt“

Die Betreuung erfolgt weiterhin durch die vom Innenministerium beauftragte Firma ORS. Mit dem Bezug dieses Quartiers ist auch die Unterbringung in den Zelten beim Bundesamtsgebäude beendet. Der Bauhof ist eine Übergangslösung.

In weiterer Folge ist eine fixe Unterbringung in Aussicht: In einem ehemaligen Betriebsgebäude, das im Eigentum eines Eisenstädter Unternehmers steht, soll in den kommenden Wochen eine Unterkunft für 170 Flüchtlinge entstehen. Nach dem Behördenverfahren wird das Gebäude baulich adaptiert.

„Eine Unterbringung in kleinen Einheiten haben wir immer bevorzugt“, so Steiner: „Wichtig ist aber, dass die Gesamtzahl der unterzubringenden Menschen nicht höher werden darf, als sie jetzt schon ist. Mit der derzeitigen Anzahl erreicht Eisenstadt die vom Bund vorgegebene Quote von 1,5 Prozent der Bevölkerung.“