Erstellt am 30. März 2011, 00:00

FPÖ: Weidinger hat wieder Finger im Spiel!. WEINFEST / Gemeinde-Homepage verwies in Sachen neues Weinfest auf Weidinger-Agentur. Molnár: „Das ist unvereinbar!“

 |  NOEN
VON BETTINA EDER

EISENSTADT / Die Weinkost Neu wird über einen Verein unter Obmann Michael Freismuth (ÖVP) und Günter Kovacs (SPÖ) veranstaltet. „Ausgerichtet wird das Fest über den Umweg eines eigens gegründeten Vereines von der Stadt selbst. Wie auf der Internetseite der Stadtgemeinde zu lesen ist, bekommt man ,weitere Informationen‘ zu den „Eisenstädter Wein- und Genusstagen“ bei der Firma ,Josef Weidinger Eventmanagement und Marketingberatung‘“, ärgert sich FPÖ-Obmann Géza Molnár.

Bisher war unklar, ob der Verein einen eigenen Geschäftsführer bestellt oder eine Agentur mit der Organisation beauftragt. Molnár: „Der erwähnte Josef Weidinger ist ÖVP-Gemeinderat, Stadtbezirksvorsteher von Kleinhöflein und er war auch in den letzten Jahren für die Organisation der Weinkost verantwortlich.“

Bei den Freiheitlichen hält man von der allem Anschein nach bereits getroffenen Entscheidung, Weidingers Agentur ein weiteres Mal mit der Weinkost zu betrauen, gar nichts.

Molnár erklärt: „Alleine für die letzte Weinkost hat Weidingers Agentur zehntausende Euro von der Stadt erhalten. Das Resultat ist bekannt. Für die Weinkost Neu bringt man nun alle Personen an einen Tisch, die für sämtliche Weinkost-Pleiten der letzten Jahre verantwortlich waren: Freismuth, Graschitz, Weidinger.“ Michael Freismuth räumt ein, dass für das Fest auch bei Weidinger bestellt werden könnte: „Wir kaufen Leistungen zu und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auch bei Weidinger kaufen.“ Freismuth stellt aber klar: „Es liegt in der Verantwortung des Vorstandes, wen wir mit was beauftragen, da sind wir Herrn Molnár keine Rechenschaft schuldig. Wir werden uns der Besten, der Günstigsten und jener bedienen, die am meisten bringen. Und wenn das der Herr X oder Y oder Herr Weidinger ist, dann wird er das eben.“ Den Hinweis auf der Homepage der Stadt hält er – wie auch Josef Weidinger selbst – „für ein Relikt aus dem Vorjahr“.

FP-Stadtparteiobmann Molnár kontert: „Für die FPÖ ist die faktische Doppelfunktion Weidingers als Gemeinderat und Veranstaltungschef der Stadt unvereinbar. Wir legen ihm den Rücktritt nahe.“ Molnár: „Um den Betrag, den Weidingers Agentur von der Stadt jährlich bekommt, könnte man wahrscheinlich ein oder zwei Personen anstellen, die ausschließlich für organisatorische Belange und Veranstaltungen der Stadt da sind. Das alles ist nicht verhältnismäßig und anständig schon gar nicht.“ Am Dienstag dieser Woche war der „Weidinger-Eintrag“ auf der Gemeinde-Homepage bereits gelöscht.