Erstellt am 31. Mai 2012, 16:55

Frau starb bei Unfall: Alkolenker verurteilt. Ein feuchtfröhlicher Abend, der mit einem Verkehrsunfall endete, hat am Donnerstag gerichtliche Folgen für einen Berufssoldaten gehabt.

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 Der alkoholisierte Mann krachte im Dezember 2011 bei Hornstein (Bezirk Eisenstadt Umgebung) gegen den Pkw einer 47-jährigen Frau, die Lenkerin starb. Dass er seinen VW Transporter selbst gelenkt habe, konnte er sich nicht vorstellen. Schlussendlich meinte der Angeklagte jedoch, dass er es "aufgrund der ganzen Umstände" wohl doch war. Der Mann wurde zu einem Jahr Haft, davon vier Monate unbedingt nicht rechtskräftig verurteilt.
 
"Dass das eine komplette Scheiß-Tat war, ist unbestritten", gab der 37-jährige Wiener am Eisenstädter Landesgericht zu Protokoll. An den Abend vor dem Unfall konnte sich der Angeklagte nur noch wage erinnern. Man habe in der Jansa-Kaserne in Großmittel gefeiert, wo er ursprünglich auch übernachten wollte. Obwohl er etwa drei Stunden lang meinte, er fahre nicht mehr nach Wr. Neustadt mit, um dort ein paar Lokale aufzusuchen, ließ er sich doch überreden. Nach der Lokalrunde ging es mit dem Taxi zurück in die Kaserne. Im Aufenthaltsraum sei er eingenickt, dann seien die Erinnerungen bis nach dem Unfall erloschen.
 
Ein Zeuge sah den mittlerweile 37-Jährigen allerdings mit seinem VW Transporter fortfahren. "Er hatte eine leichte Fahne und hat ein bisschen gelallt", so der Mann zu Richter und Präsident des Eisenstädter Landesgerichts Karl Mitterhöfer. Der Angeklagte selbst gab zunächst an, ein anderer - Name, Wohnort oder Ähnliches waren ihm nicht bekannt - sei gefahren.
 
Am 2. Dezember gegen 5.30 Uhr überfuhr der Lenker des Transporters auf der B16 die Fahrbahn und prallte mit dem Pkw der 47-jährigen Burgenländerin zusammen. Nach dem Crash "habe ich versucht, aus dem Fahrzeug rauszukommen und ich habe geschaut, wo der andere ist, aber er war nicht mehr da", erklärte der 37-Jährige. Danach sei er zum Auto der Frau, habe "versucht sie rauszubekommen", Blut gesehen und sei gestürzt. Danach könne er sich nur noch daran erinnern, "dass ich im Rettungsauto war". Währenddessen kämpften die Einsatzkräfte vergeblich um das Leben der Pkw-Lenkerin, die nicht angegurtet auf ihrem Heimweg von der Arbeit nach Hause in Hornstein unterwegs war.
 
"Es tut mir leid, was da passiert ist. Es ist nicht wieder gut zu machen. Es ist mir ein Rätsel. Ich versuche mich zu erinnern, aber es kommt keine Erinnerung. Ich bedauere, was passiert ist", so der Angeklagte. Sein Verteidiger bat zuvor um ein mildes Urteil. Der Richter sprach den 37-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen schuldig. Der Mann erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.