Erstellt am 02. April 2014, 23:59

von Bettina Eder

Fußballplatz: Müll-Kontrolle. Unter dem BFV-Platz liegt eine sechs Meter dicke stillgelegte Müll-Deponie. Jetzt wird untersucht, wie gefährlich sie ist.

Ansichtssache. Mitte der 80er Jahre kaufte der Burgenländische Fußballverband (BFV) das Areal und aus der ehemaligen Mülldeponie wurde eine Sportanlage. 2014 will man sehen, was noch darunter verborgen liegt.  |  NOEN, Foto: Müllner
Von Bettina Eder

EISENSTADT / 168.000 Kubikmeter Müll liegen unter dem BFV-Verbandsplatz. Der Fußballplatz, auf dem täglich junge Fußballtalente trainieren, wurde Ende der 80er auf einer stillgelegten Deponie erbaut. Was genau dort liegt und wie gefährlich die Materialien sind, wird nun erhoben. Über 60 Deponiegasuntersuchungen und 50 Probennahmen bei Trockenkehrbohrungen werden zwischen Mai und November auf dem 28.000 Quadratmeter großen Areal durchgeführt. Das sei nur Routine, versichert Gerald Hüller, der im Land zuständige Leiter der Abteilung Wasser- und Abfallwirtschaft: „In den 90er Jahren hat es Untersuchungen gegeben, nach deren Ergebnissen man eingeteilt hat, bei welchen Altablagerungen man kurz- oder mittelfristig Maßnahmen setzen muss. Jetzt wird einmal geschaut, was damals tatsächlich abgelagert wurde.“

Hüller: „Schauen, was schon zerfallen ist“ 

Natürlich sei damals die, laut Hüller, etwa sechs Meter dicke Müllschicht abgedeckt worden. „Wir schauen jetzt, wie sich das Ganze entwickelt hat, was bereits zerfallen ist. Danach werden wir Maßnahmen setzen“, so Hüller.

Wie könnten diese aussehen? „Ein Extrembeispiel wäre, dass man das Ganze abtragen muss und auf einer höherwertigen Deponie lagern muss“, so Hüller. Der Experte hält dieses Szenario allerdings für „mehr als unwahrscheinlich“.

Realistischer seien allerdings kleine Maßnahmen, wie etwa, dass Teilbereiche mehr abgedeckt werden müssten. Einschränkungen für den Spielbetrieb am BFV-Platz sieht er nur bedingt: „Wenn überhaupt, dann nur in kleinen Bereichen . Die Untersuchungen brauchen nicht viel Platz und Zeit.“