Erstellt am 11. November 2015, 06:27

von Werner Müllner

Gas: Entwarnung nach Testbohrungen. Am Hotterweg wurde 1973 der „Ziegelofen“ zugeschüttet. Nun wurde die Deponie routinemäßig auf Schadstoffe geprüft.

Geprüft. An 60 Stellen wurde gebohrt und die Bohrlöcher mit Latten markiert. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
1973 wurde die Eisenstädter Mülldeponie Ziegelofen zugeschüttet. Nun wurde das Areal am Hotterweg, auf dem sich jetzt ein Fußballplatz und ein Spielplatz befinden, auf Altlasten untersucht.

Dabei wurden bei den rund 60 bis zu sechs Meter tiefen Probebohrungen an manchen Stellen Belastungen durch Methan und Kohlendioxid festgestellt.

„Da kann man die Kirche im Dorf lassen“

„Zusätzliche Untersuchungen in angrenzenden Schächten und an der Oberfläche im Bereich des Spiel- und Fußballplatzes ergaben, dass für Anrainer – wie bisher auch – von keinen Belastungen auszugehen ist. Das gilt auch für die umliegenden Haushalte und Benützer der Spiel- und Sportanlagen“, heißt es vonseiten der Gemeinde.

Gerald Hüller, Abteilung Wasser- Abfallwirtschaft der Landesregierung: „Rein technisch ist Methan, wenn es in einer bestimmten Konzentration vorliegt, entzündlich. Und da kann man die Kirche im Dorf lassen, wenn am Hotterweg geringe Mengen durchdiffundieren sollten, ist da sicherlich keine Gefahr, dass das sich entzündet. Das ist ausgeschlossen.“

Wie weit solche Gase gesundheitsgefährdend seien, das könne Hüller fachlich nicht beantworten, aber er glaube, dass hier „so geringe Mengen austreten, wenn überhaupt“, dass das nicht gefährdend sei.

Seitens des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) heißt es dazu: „Wie bereits bekannt, wurden Probebohrungen am BFV-Gelände durch das Land Burgenland angeordnet. Seit den Bohrungen wurde auf den Rasenplätzen nicht mehr trainiert. Der Betrieb wurde zwar beeinflusst, aber man konnte auf den Kunstrasen ausweichen. Sobald wir die Ergebnisse wissen, kann gesagt werden, was die weiteren Schritte sind, solange bleiben die Rasenplätze gesperrt.“

Im Burgenland gibt es rund 800 ähnliche Mülldeponien, die ebenso wie die Eisenstädter Deponie in gewissen Intervallen untersucht werden.

Infoveranstaltung

Für die Anrainer gibt es eine Informationsveranstaltung am Samstag, dem 14. November, 9.30 Uhr im Rathaus, wo die Messergebnisse und weitere Untersuchungsmaßnahmen präsentiert werden.

Die Information erfolgt durch Christian Sailer ( Bgld. Landesregierung, Abt. 9 – Wasser und Abfallwirtschaft) und Josef Pieler (Büro Pieler ZT GmbH).

Methan-Gas

Das farb- und geruchlose, brennbare Gas kommt in der Natur vor und ist ein Hauptbestandteil von Erdgas. Das farb- und geruchlose Gas hat eine geringere Dichte als Luft, es steigt also in die höheren Schichten der Erdatmosphäre auf.

Da es in großen Mengen in Lagerstätten vorkommt, ist es eine attraktive Energiequelle. Ein großer Teil des Methans wird durch Mikroorganismen gebildet: Beim Faulen organischer Stoffe unter Luftabschluss in Sümpfen oder im Sediment auf dem Grund von Gewässern bildet sich Sumpfgas, ein Gemisch aus Methan und Kohlenstoffdioxid.

Auch Biogas besteht überwiegend aus Methan (etwa 60 Prozent) und Kohlenstoffdioxid (etwa 35 Prozent), daneben enthält es noch Wasserstoff, Stickstoff und Schwefelwasserstoff. Das Wort Methan stammt vermutlich aus dem Altgriechischen. Die Griechen wussten schon in der Antike von demGas. So gab es in Kleinasien Orte, an denen sich Methangas-Quellen entzündeten. Ein Gebiet, in dem solche Gase vorkamen, bekam nach diesem Gas auch den Namen Methana.

Quelle: wikipedia