Erstellt am 29. Oktober 2014, 14:28

von Nina Sorger und Julia Leeb

Region: Die Hauben purzeln. Der „Taubenkobel“ schafft unter neuer Führung auf Anhieb drei Hauben. Das „Kloster am Spitz“ muss seine zweite Haube wieder abgeben.

Zwei Hauben. Max Stiegl kann mit dem »Gut Purbach« einen Punkt zulegen und damit seine zwei Hauben behaupten.  |  NOEN, privat
Die Gault-Millau-Verkoster waren auch heuer wieder unterwegs, und dieses Mal purzelten im Bezirk einige Hauben.

Neubewertung nach Übernahme durch Schwiegersohn

Der „Taubenkobel“ in Schützen, unter der Ägide von Walter Eselböck jahrelang das einzige Vier-Hauben-Lokal des Burgenlandes, hat unter der Führung des Schwiegersohns Alain Weissgerber eine Neubewertung erfahren.

„The Restaurant formally known as Taubenkobel“ - wie das Lokal sich nun in Anlehnung an die verschiedenen Namenswechsel von Popsänger Prince nennt – hat einen Punkt eingebüßt und hält nun bei 18 Punkten und „nur noch“ drei Hauben.

Authentizität und Stil sind angekommen

Für Küchenchef Alain Weissgerber dennoch ein Grund zur Zufriedenheit: „Wir sind sehr zufrieden mit der Bewertung, schließlich hatten wir einen Neueinstieg und sind als einziges Restaurant in Österreich von 0 auf 18 Punkte nach oben geschossen – damit hätten selbst wir nicht gerechnet!“, so Weissgerber: „Besonders gefreut hat uns, dass unsere Authentizität und unser Stil so gut bei den Gästen ankommen. Damit sind wir unseren eigenen Weg gegangen und es war eine richtige Entscheidung.“

Die familieneigene „Greißlerei beim Taubenkobel“ konnte ihre 15 Punkte und damit auch ihre zwei Hauben halten.

Keine Haube, aber 12 Punkte für Henrici

Wie gewonnen, so zerronnen könnte das Motto des Purbacher Klosters am Spitz sein. Nachdem Wolfgang Schwarz und sein Team sich im Vorjahr eine zweite Haube erkocht hatten, verlieren sie heuer wieder einen Punkt und damit auch die zweite Haube.

Der zweite Purbacher im Rennen, das Gut Purbach von Max Stiegl bekam in der heurigen Bewertung indes einen Punkt dazu und hält bei 16 Punkten und weiterhin zwei Hauben.

Keine Haube gab es für das Eisenstädter Henrici, das zuvor eine Haube innegehabt hatte, aber erst im Frühling neu übernommen worden ist.

Gerhard Kaltenbacher, Geschäftsführer Henrici: „Ich habe im April das Henrici übernommen und bin damit bei Null eingestiegen. Mich macht es stolz, sofort mit zwölf Punkten bewertet zu werden. Selbstverständlich muss ich die Kritik hinnehmen und wir werden versuchen, uns zu verbessern, allerdings sind Geschmäcker verschieden.“


Die Landesbesten:

Hier finden Sie die besten Haubenlokale des Burgenlandes und deren Punktebewertungen:

3 Hauben:

Taubenkobel, Schützen  18

2 Hauben:

Traube, Bad Tatzmannsdorf  16
Gut Purbach, Purbach  16
Gasthaus Csencsits, Kohfidsch  15
Am Nyikospark, Neusiedl  15
Wiegand am Friedrichshof, Zurndorf  15

1 Haube:

An Alapanka ma, Eltendorf  14
Mole West, Neusiedl  14
L‘altro vino, Nickelsdorf  14
Kloster am Spitz, Purbach  14
Zum alten Weinstock, Rudersdorf  14
Wirtshaus im Hofgassl, Rust  14
Presshaus, Illmitz  13
Vita Tella, Pamhagen  13