Erstellt am 27. Januar 2016, 05:13

von Bettina Eder

Gebetshaus für Grenzgemeinde. Ein Verein baut ein ehemaliges Gewerbegebäude an der Wiener Straße um. Geplant sind Schulungen und Gebetsstunden.

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Gerüchte ranken sich um das ehemalige Szemeliker-Gebäude an der Wulkaprodersdorfer Wiener Straße: Ein Gebetshaus soll dort entstehen.

„In einem Teil des Gebäudes wird ein Verein Schulungen machen und freitags gibt es Gebetsstunden“, bestätigt Immobilienbesitzer Ahmed A. Megeed auf Anfrage der BVZ. Ihm gehört das Grundstück.

Mit 1. Feber hätte er einen Teil des Gebäudes vermietet. Zu konkreten Fällen oder möglichen Ansuchen kann man in der Bezirkshauptmannschaft (BH) keine Angaben machen, grundsätzlich gebe es für die Genehmigung von Gebetshäusern aber keine Sonderregelung.

Zarits: „Niemand ist an uns herangetreten“

„Wird ein bestehendes Gebäude einem anderen Verwendungszweck zugeführt, dann muss die Gemeinde prüfen, ob die Widmung passt, und dann, ob die baubehördlichen Bedingungen, etwa Brandschutz, passen. Ist es ein Vereinslokal oder hat es eine andere Nutzung, wird dort gekocht, oder ist es ein Versammlungslokal? Es muss erst einmal definiert werden, was dort genau entsteht“, so Bezirkshauptfrau Franziska Auer. Bei einer gewerblichen Nutzung hat auch die BH ein Wörtchen mitzureden.

Alles andere liegt bei der Gemeinde und die weiß derzeit offiziell nichts vom Projekt, wie auch Bürgermeister Fritz Zarits (ÖVP) feststellt.

Von einem möglichen Gebetshaus hat man schon gehört. Doch „an uns ist noch niemand herangetreten“, so Zarits. Man habe aufgrund der Gerüchte jetzt selbst die Initiative ergriffen und dem Besitzer geschrieben, was dort entstehen soll.