Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Geco-Bar schließt. Aus / Andy Hauer kehrt Eisenstadt nun endgültig den Rücken: „Fühlt sich als Lokalbetreiber behandelt wie ein Aussätziger.“

Fix. Die Geco-Bar am alten Stadttor wird nach dem Umbau nicht mehr eröffnet. Betreiber Andy Hauer wirft das Handtuch und schließt das Szene-Lokal in der Landeshauptstadt . Wohin es ihn und sein Konzept ziehen wird, will er noch nicht sagen. Bildmontage: Bischof/Hafner (Foto)  |  NOEN
Von Bettina Eder

EISENSTADT / „Jetzt soll ich eine Lüftung einbauen, die kostet ungeschaut 50.000 Euro und dann ist noch lange nicht fix, dass der Schließungsbescheid aufgehoben wird“, erklärt Andy Hauer, Chef der Geco-Bar am Alten Stadttor.

Der Gastronom hatte im September den Schließungsbescheid bekommen, den Eingangsbereich umgebaut und gehofft bald wieder eröffnen zu kommen.

Weitere Mängel verzögerten ein Aufsperren bis heute.

Was ihn zusätzlich ärgert: „Ich bekomme auch keine Frist, in der ich die Lüftung einbauen kann. Das heißt, ich muss zusätzlich zum konkreten Umbau die ganze Planungszeit auch noch ohne Einkommen überbrücken. Da wird meine Existenz und die meiner Familie gefährdet.“

Die Konsequenz: „Das geht nicht, die Geco-Bar wird hier nicht mehr aufgemacht. Ich kehre Eisenstadt den Rücken.“

Hauer übt Kritik: „Es ist schade, dass in Eisenstadt anscheinend kein Nachtleben existieren kann. Bei anderen Lokalen war’s in der Vergangenheit nicht anders. Als Lokalbetreiber fühlt man sich von manchen behandelt, wie ein Aussätziger und nicht als Unternehmer, der was beiträgt.“

Gemeinde: „Auflagen wurden nicht erfüllt.“ 

Aus der Gemeinde heißt es dazu: „Der Schließungsbescheid bleibt weiter aufrecht, da noch nicht alle vorgeschriebenen Auflagen erfüllt wurden.“