Eisenstadt

Erstellt am 29. August 2016, 08:57

von APA Red

Bürgerinitiative Großhöflein demonstriert in Eisenstadt. Verkehrslärm an der Südostautobahn (A3), der Anrainer in Großhöflein (Bezirk Eisenstadt Umgebung) und Müllendorf plagt, will eine Bürgerinitiative nicht länger hinnehmen.

Am Montag fand in Eisenstadt ein Protestzug vors Landhaus statt. Landesrat Helmut Bieler (SPÖ), dem eine Resolution mit Forderungen der Bürger überreicht wurde, erklärte sich bereit, das Anliegen der Betroffenen zu unterstützen.

Die Bürgerinitiative Großhöflein hatte zu der Demonstration aufgerufen. Der Protestmarsch, an dem sich nach Angaben der Organisatoren rund 150 Personen beteiligten - Beobachter im Landhaus sprachen hingegen von 50 bis 60 Teilnehmern - führte von der Wirtschaftskammer zum Landhaus.

Dort wurde im Rahmen einer Abschlusskundgebung die Resolution verlesen, in welcher der Bau einer 3,7 Kilometer langen Lärmschutzwand und nächtliche Tempolimits für Lkw und Pkw gefordert werden.

"Hoffen, dass wir Zeichen setzen konnten"

"Wir hoffen natürlich, dass wir ein Zeichen setzen konnten", so Thomas Glock von der Bürgerinitiative. Wenn man wisse, dass man in Österreich die Leute "schwer auf die Straße bringt", seien 150 Teilnehmer für zwei Gemeinden nicht wenig. "Daran erkennt man schon, dass der Schmerz groß ist".

Schon im Vorjahr habe man mehr als 1.200 Unterschriften an Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) übergeben. Danach sei eine Lärmmessung erfolgt und ein Gutachten erstellt worden. "Jetzt ist bekannt, dass ein gesundheitsschädlicher Lärmpegel da ist", sagte Glock. Seither sei nichts passiert. Mit der heutigen Aktion wolle man den Verantwortlichen in Erinnerung rufen, "dass sie etwas tun müssen".

Der Straßenbaulandesrat, der die Resolution persönlich entgegennahm, sagte, er wolle die "berechtigten Anliegen der Anrainer" unterstützen. In dem Bereich, wo das Land zuständig sei, werde man "sofort Maßnahmen einleiten, um die Lärmbelastung zu reduzieren".

"Können nur auf Gespräche setzen"

"Dort, wo die Asfinag und das Ministerium zuständig sind - und das ist der größere Teil - werden wir sofort Gespräche aufnehmen", sagte Bieler. Dabei gehe es darum, dass Maßnahmen wie die Lärmschutzwand schon früher als 2019 umgesetzt werden.

"Wir können nur auf Gespräche setzen, weil wir weder zuständig noch Eigentümer, noch verantwortlich sind", meinte Bieler. Was das Land von sich aus tun könne, seien die Verfügung von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Landesstraße und bauliche Maßnahmen, wo dies sinnvoll sei - beispielsweise bei der Ortseinfahrt oder bei einem Kreisverkehr, um in diesem Bereich den Lärm zu reduzieren.