Erstellt am 12. Juli 2012, 11:51

"Geköpfte" Heiligenfigur beschäftigt Polizei. Ein Vandalenakt beschäftigt die Polizei in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung): Unbekannte Täter haben in den vergangenen Tagen eine an einem Güterweg aufgestellte, etwa einen Meter hohe Sandstein-Statue des Heiligen Antonius und eine Kinderfigur, die sie im Arm hält, regelrecht "geköpft".

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Nun wird wegen schwerer Sachbeschädigung ermittelt, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Donnerstag. Der Vandalenakt dürfte im Zeitraum seit vergangenem Freitag verübt worden sein. Dienstagvormittag fand ein Fußgänger den Kopf der Kinderstatue auf einem Güterweg und brachte ihn in die Gemeinde, schilderte ein Polizist. Ein Gemeindearbeiter entdeckte dann 20 bis 30 Meter vom zweieinhalb Meter hohen Sockel entfernt im Graben den Kopf der Heiligenfigur.

Die Sachbeschädigung könnte auf verschiedene Weise verübt worden sein: "Wir glauben eher, dass es mit einer Stange gemacht worden ist", meinte der Polizist. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, dass jemand mit einem großen Stein auf die Figur geworfen hat: "Eine Seite des Gesichts ist komplett deformiert, wie wenn etwas heruntergebrochen wäre."

Die Ermittler haben mit einem Steinmetz gesprochen, der auch Restaurationen an Skulpturen durchführt. Vorerst gehe man von einem materiellen Schaden von rund 5.000 Euro aus. Der ideelle Wert könnte noch höher sein und zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen.

Die Polizei überwacht beim Streifendienst nun verstärkt Skulpturen im Raum Schützen. "Wir haben da ein Auge drauf. Wir hoffen natürlich, dass wir die Leute ausforschen können", so der Beamte. Bereits im Vorjahr war im Gemeindegebiet auch eine andere Statue beschädigt worden.