Erstellt am 29. Oktober 2014, 08:23

von Werner Müllner

Neue Handelsflächen. Um 775.000 Euro wurde der alte Bauhof ohne die Stimmen der SPÖ verkauft. In Zukunft sollen sich dort Betriebe ansiedeln.

Personalwechsel. Anja Haider-Wallner sitzt nun für ein halbes Jahr für die Grünen im Eisenstädter Gemeinderat. Yasmin Dragschitz ließ sich für diesen Zeitraum aus privaten Gründen karenzieren. In den Gemeinderat zurückgekehrt ist Christian Schmall von der ÖVP. Er rückte für den ausgeschiedenen Erwin Tinhof nach.  |  NOEN, Werner Müllner
Der alte Bauhof inklusive Grundstück an der Ruster Straße gehört nicht mehr der Gemeinde. Der Bauhof wurde um rund 775.000 Euro an die PEV Projektentwicklungs Gmbh verkauft.

Molnar hält Verkauf für vertretbar

Gerhard Weber (SPÖ) dazu: Wir bedauern, dass wir nicht informiert wurden, was dort geplant ist. Außerdem hätte man vonseiten der Gemeinde versuchen können, in der jahrelangen Verkaufsphase einen noch höheren Preis zu erzielen.“

Für Geza Molnar von der FPÖ ist der Verkauf des alten Bauhofes durchaus vertretbar: „Wir glauben, dass der Verkauf durchaus vertretbar ist. Beim künftigen Budget wird sich bald herausstellen, dass die Gemeinde das Geld dringend braucht.“

Projektpräsentation Anfang Dezember

Auf die Vorwürfe der SPÖ, dass man schon ein Gutachten hätte erstellen lassen können, meinte Molnar: „Ich bin kein Sachverständiger, aber ich kenne die Grundstückspreise in der Stadt und meine, 150 Euro pro Meter und die zusätzlichen Abrisskosten sind vertretbar. Und was nützt ein Gutachten über den Preis, wenn diesen dann keiner bezahlen will.“

Was auf diesem Platz passieren wird, kann auch der neue Eigentümer nicht verraten, PEV Projektentwicklungs Gmbh-Geschäftsführer Günter Buchinger: „Wir überlegen dort den einen oder anderen Handelsbetrieb anzusiedeln. Um eine endgültige Entscheidung zu treffen, müssen wir noch bis Anfang Dezember warten, dann werden sich die Nebel lichten.“

Vonseiten der Gemeinde hat man sich genug Grund zurückgehalten, um die Verkehrsanbindung zu gestalten. In weiterer Folge könnte parallel zur Eisenbahn eine Straße Richtung Bahnhof entstehen.