Eisenstadt

Erstellt am 01. Juli 2016, 05:36

von Nina Sorger

Wagner verlässt Eisenstädter Domplatz. Bäckerei Wagner muss Geschäft am Domplatz schließen. Wiesener Obstbauer plant „Kulinarisches“ in der Fuzo.

Schließung. Die Bäckerei Wagner am Eisenstädter Domplatz.  |  NOEN

Ende Juni kommt das Aus für das Stammgeschäft der Bäckerei Wagner. Das Geschäft am Domplatz muss wegen mangelnder Kundenfrequenz schließen.

„Wir haben das Geschäft renoviert und hergerichtet in der Hoffnung, dass sich die Frequenz bessert, aber wir können den Standort einfach nicht mehr halten. Die Bank Austria, die viele Kunden brachte, ist weg, alles zieht an die Peripherie. Das merken wir“, so Inhaber Karl Wagner.

Fleißiger Umbau in ehemaligem Berghofer-Geschäft

Wagner erinnert sich: „In unseren besten Zeiten, in den 1980er-Jahren, hatten wir hier bis zu 1.000 Kunden. Jetzt sind wir froh, wenn wir 100 schaffen.“ Besonders weh tut dem Bäckermeister, dass es sich um das Stammhaus des Betriebs handelt: „Meine Eltern haben dieses Haus mit der Bäckerei 1951 gekauft – der Grundstein für unser Unternehmen. Aber nachdem ich jetzt zwei Jahre lang nur Geld hineingesteckt habe, geht es nicht mehr.“

Die beiden Mitarbeiter aus dem Stammgeschäft verlieren ihre Jobs aber nicht. Einer wird in einer der sechs anderen Filialen weiterbeschäftigt, eine Mitarbeiterin wird in ein Linauer-Geschäft übernommen.

Fleißig umgebaut wird hingegen im ehemaligen Berghofer-Geschäft bei der Pestsäule in der Eisenstädter Fuzo.

Hier plant der Wiesener Obstproduzent Gustav Koch gemeinsam mit Partnern „etwas edles Kulinarisches“.

Über Details hält sich der Unternehmer noch bedeckt, „da noch renoviert wird“. Die Eröffnung ist laut Koch für August geplant.