Erstellt am 11. Februar 2015, 07:14

von Werner Müllner

Spital gibt Entwarnung. Auf Grund der Änderung fehlen dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt rund 15 Ärzte.

Probleme. Gesetzliche Änderungen bringen Probleme. Foto: Müllner  |  NOEN, Werner Müllner

Mathias Resinger, ärztlicher Leiter am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, schlägt Alarm: „Die Belastung ist seit einem Monat eigentlich unerträglich. Einen derartigen Grad an Demotivation wie an einigen Abteilungen haben wir noch nie gesehen.“ (siehe auch den Artikel auf Seite 3 der dieswöchigen BVZ)



„Immer längere Wartezeiten für Routineeingriffe und -behandlungen werden die unweigerliche Folge sein“, heißt es weiter von Seiten der Ärzte.

„Derzeit weniger Operationen planmäßig eingeteilt“

Auf die Frage, ob wegen der neuen Arbeitszeiten schon Operationen verschoben werden mussten, beruhigt man von Seiten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt: „Verschoben werden keine Operationen. Es werden derzeit aber weniger Operationen planmäßig eingeteilt, das heißt, weniger Plan-OPs werden in unserem Krankenhaus durchgeführt.“

Auch in Sachen Ambulanzen gibt’s Änderungen: „Geschlossen wurden noch keine Ambulanzen. Allerdings gibt es in den Energieferien aufgrund der Urlaubszeit keine Orthopädische Ambulanz. Auch die Gefäßambulanz ist eingeschränkt, da die personellen Engpässe in der Urlaubszeit nicht kompensierbar sind.“

Abschließend erklärt Gesamtleiter Robert Maurer: „Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder wird sich künftig auf seine Kernaufgaben und seinen Versorgungsauftrag konzentrieren. Die Akutversorgung, die Versorgung der stationären Patientinnen und Patienten, die Notfallversorgung und OPs werden gemäß unseres Versorgungsauftrages erfüllt. Um die Engpässe aufgrund des Arbeitszeitgesetzes zu kompensieren, bräuchte unser Krankenhaus rund 15 Ärzte mehr.“