Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Griechenland: Verluste auch für Burgenland. RECHNUNGSHOF / Talfahrt der Griechischen Staatsanleihe beschert einen Marktwertverlust von rund vier Millionen Euro.

Rechnungshofdirektor Franz Katzmann legte den Bericht vor.  |  NOEN
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Der jüngste Rechnungshofbericht beschert dem Fonds für Arbeit und Wirtschaft (FAWI) nicht das beste Zeugnis. Der Fonds wurde 2006 ins Leben gerufen, um jährliche Ausschüttungen in der Höhe von rund zehn Millionen Euro für die burgenländische Wirtschaft zu liefern.

Der Fonds ist sehr breit gefächert. Im Portfolio befindet sich allerdings auch eine Griechische Staatsanleihe. Zwar beträgt der Anteil der Anleihe am Gesamtportfolio nur rund 2,8 Prozent, dennoch haben die derzeitigen Marktwertverluste eine Höhe von 3,8 Millionen Euro erreicht. Der Kurs der griechischen Staatsanleihe (Höhe zehn Millionen Euro), die seit Anfang 2008 im Veranlagungsportfolio enthalten ist, betrug mit Stichtag 31. Dezember 61,94 Prozent. Gegenüber dem Kaufkurs von 99,85 Prozent entspricht das einem Verlust von rund 38 Prozent.

Trotz schlechter Prognosen,  bislang 34 Millionen Gewinn

 

Der Rechnungshof kritisiert, dass es seitens des FAWI keine umfassende Strategie für derartige „Notsituationen“ sowie keine fundierten Szenarien- und Risikoanalysen gebe. Die gute Nachricht: Bis Dezember 2010 lukrierte das Land aus der Veranlagung rund 34 Millionen Euro.