Erstellt am 16. Dezember 2015, 08:36

von Elisabeth Kirchmeir

Griff Lenker zu Handy?. Mit seinem BMW verursachte ein 22-jähriger Wettbüro-Mitarbeiter bei Hornstein einen Crash.

Mit einer erst wenige Tage alten Rissquetschwunde unter dem rechten Auge betrat der 22-jährige Angeklagte am Freitag der Vorwoche zu Verhandlungsbeginn den Verhandlungssaal des Landesgerichtes Eisenstadt.

„Hat diese Verletzung etwas mit dem hier gegenständlichen Fall zu tun?“, fragte ihn Richter Wolfgang Rauter. „Ich wurde von den gleichen Leuten attackiert und bekam ein Glas drübergezogen“, berichtete der Angeklagte.

„Die gleichen Leute“ sollen jene Zeugen sein, die der 22-jährige Wettbüro-Mitarbeiter bei Hornstein laut Anklage dazu überreden wollte, nach einem Unfall falsch für ihn auszusagen.

Die drei Beifahrer, von denen einer bei dem Verkehrsunfall am 28. Juli 2015 massive Verletzungen erlitten hatte, sollten behaupten, die Hinterräder des BMW des Angeklagten hätten blockiert.

Beifahrer erlitt Verletzungen

Die Wahrheit sei jedoch, dass der Lenker mit dem Handy hantiert habe. Das sagte jener Beifahrer vor Gericht aus, der bei dem Unfall unter anderem einen Oberarmbruch und einen Bruch eines Halswirbels erlitten hatte. Tatsache ist, dass der Angeklagte die Herrschaft über sein PS-starkes Fahrzeug verloren, gegen die Mittelleitschiene geprallt und von der Fahrbahn abgekommen war.

Der 22-Jährige muss sich nun nicht nur wegen fahrlässiger Körperverletzung, sondern auch wegen Bestimmung zur falschen Beweisaussage vor Gericht verantworten.

Dort bekannte er sich nicht schuldig: Was seine drei Beifahrer sagten, stimme nicht, so der Angeklagte. „Ich habe nicht mit dem Handy gespielt. Mein Auto hatte einen Defekt“, behauptete er.

Der Richter wird den Unfallhergang nun von einem Sachverständigen prüfen lassen. Der Prozess wurde vertagt.