Großhöflein

Erstellt am 24. August 2016, 06:25

von Doris Fischer

Gemeinderat: Aus für Schnuller. Mehrheit der Mandatare gegen Rückwidmung von Flächen, die für Ansiedlung von Schnullererzeuger MAM notwendig wären.

Keine Ansiedlung. Der Schnullererzeuger kommt nicht nach Großhöflein. Symbolbild: Bilderbox  |  Bilderbox

Das Wunschprojekt von Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ), die Betriebsansiedlung des Forschungs- und Entwicklungszentrums des auf Schnuller, Flascherl und Sauger spezialisierten Unternehmens MAM, ist Geschichte. Es scheiterte an der Flächenumwidmung.

Unverständnis beim Ortschef

„Um das Projekt im Gebiet Obere Neusatz umsetzen zu können, hätten wir eine Rückwidmung der dortigen Flächen benötigt“, stellt Heidenreich fest und ergänzt: „Letztendlich ist es an dem Veto zweier Grundstückseigentümer und dem mehrheitlichen Nein im Gemeinderat gescheitert.“

Für ihn ist es unverständlich, dass man mehrheitlich – LBL und ÖVP waren dagegen – gegen die Ansiedlung eines umweltfreundlichen Betriebes ist. „Da es ein Forschungszentrum ist, fallen keine Umweltbelastungen oder Schmutz an“, betont der Ortschef, dem das Scheitern ebenso leidtut wie auch dem Babyartikelhersteller MAM.

Gegen eine Betriebsansiedlung an und für sich haben sie nichts, so Vizebürgermeisterin Sylvia Unger (LBL) und ihre Parteikollegen. „Es geht uns einfach nur um die Rückumwidmung. Darin sehe ich keinen Sinn. Warum widme ich erst etwas in Baulandhoffnungsgebiet um, um es dann wieder rückzuwidmen?“, fragt sich die Vizebürgermeisterin. Gleichzeitig sieht sie für die betroffenen Eigentümer keinen Vorteil in der Rückwidmung: „Es gibt keine Verbesserung für die Betreffenden. Ihr Grundstück ist somit weniger wert.“